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Artikel Tagged ‘Insolvenz’

US-Finanzierer CIT stellt Insolvenzantrag – Größte Pleite seit Lehman Brothers

2. November 2009

Der wichtigste Mittelstandsfinanzierer in den USA, CIT, hat am Sonntag bei einem Gericht Insolvenz beantragt. Damit ist dies die größte Pleite eines US-Finanzhauses seit dem Aus von Lehman Brothers vor gut einem Jahr.

Doch ging bei Lehman Brothers damals noch ein großer Aufschrei um die Welt, so scheint die Pleite von CIT “beschaulicher” von Statten zu gehen. Experten rechneten seit Monaten damit und so hatten die entsprechenden Personen auch genug Zeit einen der üblichen gewieften Pläne aus den Anzug-Ärmeln zu ziehen.

Der Plan sieht so aus, wie bei vielen anderen Pleiten bisher auch. Der Staat, also die Steuerzahler müssen bzw. mussten blechen und die Alt-Aktionäre werden wahrscheinlich fast leer ausgehen. Allein die 2,3 Milliarden Dollar aus dem staatlichen Bankenrettungspaket sind damit futsch…

Wenigstens werden nach dem geordneten Insolvenzverfahren nach dem “Chapter 11″ des US-Insolvenzrechts die Kredite für die mittelständischen Betriebe zunächst nicht abreißen. Die Unterstützung der wichtigsten Großinvestoren konnte sich CIT bereits sichern, allen voran Milliardär Carl Icahn, der CIT einen zusätzlichen Kredit über 1 Milliarde Dollar (678 Mio. Euro) zusicherte. Eine Kreditlinie von gut 2 Milliarden Dollar wird von Goldman Sachs (!) kommen…

Und so geht die Schieberei munter weiter, am besten noch mit den selben Leuten, die das alles in den Sand gesetzt haben. Aber das haben wir ja auch schon an anderen Beispielen sehen können: Lehman Brothers, Fannie Mae, Freddie Mac und wie sie nicht alle heißen! Alle übrigens, genauso wie CIT, u.a. an faulen Krediten gescheitert…

Selbst der Schuldenberg von 65 Milliarden Dollar bei Vermögenswerten von gut 71 Milliarden Dollar kann Experten nicht schocken. Sie gehen fast alle davon aus, dass die CIT-Insolvenz keine großen Schockwellen auslösen wird, höchstens “psychischer Natur”… Klar, weil sie wissen, dass es die übliche Mauschelei zumindest Oberflächlich und für den Moment richten wird. Bis Ende des Jahres soll das Verfahren jedenfalls durch sein…

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Massenkredit für Quelle soll nun doch fließen

8. Juli 2009

Immer noch müssen die rund 5.200 Mitarbeiter von Quelle um ihre Arbeitsplätze bangen, noch immer ist das Gezerre groß. Viele Kunden haben bereits Angst ihre bezahlte Ware nicht mehr zu bekommen oder vertrauen einfach nicht mehr auf den Konzern, so dass die Bestellungen mit einem Schlag um 50% gesunken sind.

Und auch die Druckereien haben den Druck des nächsten Quelle-Kataloges eingestellt, da sie befürchten ihr Geld nicht mehr zu bekommen.

Quelle ist seit Anfang Juni, genauso wie der Mutterkonzern Arcandor, insolvent. Doch nun naht Hoffnung. Heute soll noch eine abschließende Sitzung der Bankvorstände stattfinden und dann solle angeblich dem Massenkredit von 50 Millionen Euro nichts mehr im Weg stehen.

Quelle braucht das Geld dringend um das Geschäft wieder zum Laufen zu bringen, um oben genannte Probleme zu lösen. Man kann nur hoffen, dass es nicht schon zu spät ist…

Noch in diesem Monat sollen außerdem erste wichtige Schritte für den Umbau von Quelle feststehen. Gleichzeitig haben sich angeblich auch schon erste Interessenten für eine Übernahmen des Konzerns gemeldet. Es bleibt spannend und eine Zitterpartie.

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Bundesanzeiger Insolvenz

29. Juni 2009

Insolvenz eines Unternehmens liegt vor, wenn dieses seinen Zahlungsverpflichtungen gegenüber seinen Gläubigern nicht mehr nach kommen kann. Die Insolvenz ist gekennzeichnet durch Entlassung der Arbeitnehmer und Veräßerung des Firmenvermögens durch einen Insolvenzverwalter. Das Vermögen eines Schuldners, die so genannte Insolvenzmasse ist häufig zu gering, um alle Kosten des Insolvenzverfahrens und die Forderungen der Gläubiger abzudecken. Die Folge ist der Antrag dass ein Insolvenzverfahren mangels Masse abgewiesen wird. Den Gläubigern bleibt in diesem Fall dann nur noch die Einzelzwangsvollstreckung, sowie die Anfechtung und die strafrechtliche Verfolgung des Schuldners. Eine Insolvenz wird bekannt gemacht durch die Veröffentlichung im Bundesanzeiger. Der Bundesanzeiger erscheint fünfmal wöchentlich. Es gibt auch eine Onlineausgabe. Der Bundesanzeiger ist das Verkündungs- und das Bekanntmachungsorgan der deutschen Bundesbehörden. Herausgeber des Bundesanzeigers ist das Bundesministerium der Justiz.
Der Bundesanzeiger ist gleichzeitig auch das Pflichtveröffentlichungsblatt für gerichtliche und sonstige Bekanntmachungen. Im Bundesanzeiger wird daher bekannt geben, wenn ein Unternehmen in Insolvenz geht und zwar in Form einer auszugsweisen Veröffentlichung. Durch diese auszugsweisen Veröffentlichung des Beschlusses über eine Insolvenz im Bundesanzeiger soll dem Insolvenzverfahren Außenwirkung verliehen werden. Herausgegeben wird der Bundesanzeiger von der in Köln ansässigen Bundesanzeiger Verlagsgesellschaft mbH. Seit dem 01. Januar 2006 ist alleiniger Besitzer des Bundesanzeiger Verlages das Verlagshaus M. DuMont Schauberg.

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Jetzt wird es für Quelle ernst – Insolvenz und Cash Pooling Vorwürfe

29. Juni 2009

Heute ist der Tag der Entscheidung für Quelle. Der Insolvenzverwalter ist in Berlin angelangt und spätestens heute Nachmittag soll feststehen wie und ob überhaupt es mit dem Unternehmen weitergeht.

Dass von staatlicher Seite Hilfen kommen, wird immer ungewisser, denn in Regierungskreisen finden sich immer mehr Fürsprecher für eine “geordnete Abwicklung”. Und selbst, wenn der beantragte Staatskredit in Höhe von 50 Millionen Euro gewährt werden würde, würde dies laut Experten wohl noch lange nicht reichen.

Heute wird also nicht nur über die Zukunft des Unternehmens, sondern damit auch über 10.000 Arbeitsplätze entschieden…

Und genau in dieser heißen Phase muss sich Quelle neuen Vorwürfen entgegen stellen, denn kurz vor der Beantragung von Insolvenz soll Quelle schnell noch alle noch vorhandenen Gelder an den Mutterkonzern Arcandor überwiesen und so die Konten auf Null gestellt haben. Laut Arcandor sei dieses sogenannte Cash Pooling ein ganz normaler Vorgang.

Doch egal ob normal oder nicht normal, ist das rechtens und wenn ja, warum?! Nehmen sich hier nicht wieder einmal hohe Tiere Freiheiten heraus, für die ein “Normalbürger” hart bestraft würde?

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KarstadtQuelle Bank und Quelle Bausparkasse von Arcandor-Insolvenz nicht betroffen

18. Juni 2009

Die gut eine Million Kunden der KarstadtQuelle Bank werden Ihre Kreditkarte im bevorstehenden Urlaub weiter einsetzen können. Darauf weist das Verbraucherportal “Zinsen.de” hin. Denn die Bank gehört seit 1. April dieses Jahres nicht mehr zum Arcandor Konzern. Die Karstadt-Quelle-Bank, Deutschlands größter Mastercard-Emittent, steht seit Frühjahr 2009 unter dem Dach der Essener Valovis Bank, die dem Karstadt-Quelle-Mitarbeitertrust gehört. Der Trust betont, sein Treuhandmodell sei „insolvenzfest“.

Die Arcandor AG hat am 9. Juni 2009 beim Amtsgericht Essen den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit eingereicht. Im Nachgang zur Arcandor AG haben auch die Karstadt Warenhaus GmbH sowie die Quelle GmbH Gläubigerschutz beantragt. Ein “insolventes” Unternehmen kann seinen Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen – für Bankkunden ein Horrorszenario.

„Die Insolvenz von Arcandor hat keine Auswirkungen auf das Geschäft der KarstadtQuelle Bank und der Valovis Bank“, stellt der Vorstandsvorsitzende der Valovis Bank Robert Gogarten klar. „Beide Unternehmen sind rechtlich selbständige Bankinstitute, die vom Arcandor-Konzern finanziell und organisatorisch unabhängig sind. Für Kunden der KarstadtQuelle Bank und der Valovis Bank gibt es keinen Grund zur Beunruhigung.“ Dennoch will sich die Bank in absehbarer Zeit umbenennen.

Die KarstadtQuelle Bank ist außerdem über die gesetzliche Einlagensicherung hinaus freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken. Damit ist jede Kundeneinlage bis zu einer Höhe von rund 14 Millionen Euro durch den Fonds abgesichert.

Ein paar Unannehmlichkeiten kommen auf die Kunden der Bank dennoch zu: Zwar ist der Zugang zu den Filialen der KarstadtQuelle Bank, die sich in Karstadt-Warenhäusern befinden, trotz Insolvenz des Arcandor-Konzerns weiter möglich. Auf die Dauer werden die Filialen allerdings geschlossen werden. Die Kunden sollen die Leistungen der KarstadtQuelle Bank dann vor allem online oder telefonisch in Anspruch nehmen.

Die Kernkompetenz der Bank ist die Kreditkarten-Ausgabe. Die KarstadtQuelle Bank ist nach eigenen Angaben der größte MasterCard-Herausgeber in Deutschland. Die KarstadtQuelle Bank betreibt mit ihren Partnern aus verschiedenen Branchen eine Vielzahl an MasterCard-Kreditkartenprogrammen. Das Kreditkartenportfolio der Bank umfasst derzeit rund 900.000 MasterCards mit Zahlungs- und Kreditfunktion.

Außerdem bietet sie festverzinsliche Produkte wie Tagesgeldkonten oder Sparbriefe an. Ein zusätzliches Standbein ist die Vergabe von Konsumentenkrediten, etwa zur Finanzierung von Einkäufen im Karstadt-Warenhaus. Zum Angebot gehört zudem die Vermittlung von Bausparverträgen und Policen der KarstadtQuelle-Versicherungen.

Übrigens: Auch die Kunden der Quelle Bausparkasse müssen die Insolvenz des Arcandor Konzerns nicht fürchten. Die Quelle Bauspar AG ist sowohl in rechtlicher als auch in wirtschaftlicher Hinsicht ein eigenständiges und konzernunabhängiges Unternehmen.

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