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Einnahmen aus Kapitalerträgen gesunken – Kritik an der Abgeltungssteuer

26. Januar 2011
cc by flickr/ Vagamundos

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Schon vor der Einführung der Abgeltungssteuer hagelte es Kritik. Nun ist wohl genau das eingetreten, was Kritiker damals befürchteten: Laut Medienberichten, die sich auf aktuelle Zahlen des Bundesfinanzministeriums stützten, sind die Einnahmen aus Kapitalerträgen stark zurückgegangen.

Im Vergleich zum Vorjahr sei das Aufkommen um 3,7 Milliarden Euro auf 8,7 Milliarden gesunken.Für das laufende Jahr rechne man mit einem weiteren Minus auf rund 8 Milliarden Euro. Seit Anfang 2009 gilt für Zinserträge, Wertpapiergewinne und Dividenden pauschal die Abgeltungssteuer von 25%. Hinzu kommt noch der Solidaritätszuschlag, den die Banken direkt an das Finanzamt abführen müssen.

Vor der Einführung galt bis Ende 2008 der persönliche Einkommenssteuersatz. Damals lagen die Einnahmen aus Kapitalerträgen für den Staat noch bei 13,5 Milliarden Euro. In diesem Zusammenhang fordert nun die Deutsche Steuergewerkschaft die Abschaffung der Abgeltungssteuer. Sie habe ihr Ziel nicht erfüllt: Weder sei die Bürokratie weniger geworden, noch wurde privates Kapital nach Deutschland zurückgeholt.

Für viele, wie Arbeitnehmer oder Rentner sei das System sogar noch komplizierter geworden, da sie sich nun erst einmal zu viel gezahlte Steuern vom Finanzamt zurückholen müssten. Nur die Spitzenverdiener mit reduzierten Steuersätzen profitierten von der Abgeltungssteuer. Diese sei „verfassungswidrig“, da sie gegen den Grundsatz einer gleichmäßigen Besteuerung verstoße.

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