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Artikel Tagged ‘Kreditkarte’

Missbrauch von Kreditkarten: Bank in der Beweispflicht

25. September 2012
cc by flickr/ MoneyBlogNewz

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Wohl fast jeder Besitzer einer ec- oder einer Kreditkarte ist sich der Risiken eines Missbrauchs inzwischen absolut bewusst. Leider kann dies immer mal passieren. Verh├Ąlt man sich richtig, so erstattet einem die Bank oder der Kreditkarten-Anbieter das Geld normalerweise anstandslos zur├╝ck. Doch wie sieht dies bei echten H├Ąrtef├Ąllen aus?

Laut einem Urteil des Amtsgerichts M├╝nchen ist die Bank stets in der Beweispflicht. Das hei├čt sie muss genau darlegen, dass der Kunde selbst f├╝r den Missbrauch verantwortlich ist oder die angeblich falschen Abbuchungen selbst vom Kartenbesitzer get├Ątigt wurden. Kann die Bank dies nicht beweisen, so muss sie die Betr├Ąge erstatten.

In dem konkreten Fall ging es um eine Frau, die mit ihrer Bank einen MasterCard-Vertrag abgeschlossen hatte. Nach kurzer Zeit stellte sie fest, dass von ihrem Konto Betr├Ąge abgebucht wurden, f├╝r die sie selbst nicht verantwortlich war. Sie lie├č die Karte sperren, bekam die Betr├Ąge von der Bank zur├╝ck und beantragte eine neue Karte. Zudem lie├č sie ihren Computer auf Viren ├╝berpr├╝fen. Doch auch bei der zweiten Karte gingen die falschen Abbuchungen weiter. Die Kundin erhielt eine dritte Karte und als auch hier die fehlerhaften Abbuchungen nicht aufh├Ârten, weigerte sich die Bank die vollen Betr├Ąge zu erstatten.

Das Institut verd├Ąchtigte nun die Kundin selbst und zahlte lediglich rund 57 Euro zur├╝ck. Auf den restlichen ├╝ber 700 Euro blieb die Frau sitzen und klagte daraufhin. Am Ende gaben ihr die Richter Recht, denn die Bank konnte nicht genau beweisen, dass die Kundin f├╝r die falschen Abbuchungen verantwortlich war.

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Fu├čball-EM: Zahlen mit der ec-Karte in Polen und der Ukraine

6. Juni 2012
cc by wikimedia/ VisualBeo

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Wer in diesen Tagen zur Fu├čball-EM nach Polen oder in die Ukraine reist, der sollte sich unbedingt im Vorfeld einige Gedanken ├╝ber das Bezahlen vor Ort machen. Vor allem die Frage, ob und wie man vor Ort mit der ec-Karte zahlen kann, ist f├╝r viele wichtig.

Da Polen zur EU geh├Ârt, ist dort das Bezahlen und auch das Abheben von Geld mit der ec-Karte meist ├╝berhaupt kein Problem. Die Karten sollten jedoch das Maestro- oder V-Pay-Logo tragen. Kassen und Geldautomaten k├Ânnen in der Regel die Informationen vom Kartenchip lesen. In der Ukraine sieht die Lage schon wieder ein bisschen anders aus, da das Land nicht zur EU geh├Ârt.

Da einige Kreditinstitute das Zahlen mit ec-Karte im Ausland au├čerhalb der EU gesperrt haben, empfiehlt es sich ein gewisses Budget bei der Hausbank freischalten zu lassen. Generell ist es ein guter Hinweis, sich vorher mit der Hausbank in Verbindung zu setzen und sich ├╝ber die Zahlungsm├Âglichkeiten in der Ukraine zu informieren. Das V-Pay-Logo wird zum Beispiel dort nicht ├╝berall akzeptiert. Grunds├Ątzlich macht sich hier eine zus├Ątzliche Kreditkarte im Geldbeutel gut.

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Private Kreditkarte: Geb├╝hren f├╝r berufliche Nutzung steuerlich absetzen

24. Januar 2012
cc by Flickr/alancleaver_2000

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Viele von uns benutzen f├╝r gesch├Ąftliche Dinge auch gerne mal die private Kreditkarte. Ein Gesch├Ąftsessen w├Ąre zum Beispiel solch ein Fall. Dabei sollte man wissen, dass man den beruflich genutzten Anteil der privaten Kreditkarte auf die Geb├╝hren anrechnen und diese dann von der Steuer absetzen kann. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin.

Konkret bedeutet dies, dass man sich ausrechnet, wie hoch der Anteil ist, den man bei der privaten Kreditkarte f├╝r berufliche Zwecke aufwendet. Liegt dieser zum Beispiel bei 40 Prozent, so hat der Inhaber die M├Âglichkeit 40 Prozent der Jahresgeb├╝hr f├╝r die Kreditkarte als Werbungskosten von der Steuer abzusetzen.

Schon allein aus diesen Gründen ist es ratsam, den beruflich genutzten Anteil der Kreditkarte das Jahr über im Auge zu behalten. Ähnliches gilt laut den Experten übrigens auch für Transaktionskosten, die im beruflichen Rahmen anfallen.

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BGH st├Ąrkt Bankkunden bei Betrug mit eigener Geheimzahl

1. Dezember 2011
cc by flickr/ dionhinchcliffe

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Wir alle wissen, dass sich Betr├╝ger immer neue Methoden einfallen lassen um an Geld- oder Kreditkarten und deren Geheimnummern zu kommen. Daher kann man inzwischen nicht mehr automatisch davon ausgehen, dass, wenn Betr├╝ger hinter die richtige pers├Ânliche Geheimzahl kommen, man diese bl├Âderweise zusammen mit der Karte aufbewahrt hat. Dieser Ansicht waren auch die Richter des Bundesgerichtshofs, die mit einem Urteil nun die Rechte der Bankkunden gest├Ąrkt haben.

In dem konkreten Fall wurde einem Kunden seine Kreditkarte entwendet. Innerhalb von nur einer einzigen Nacht hoben die Betr├╝ger insgesamt 3.000 Euro mit der korrekten Geheimnummer ab und dies obwohl das Auszahlungslimit eigentlich bei 1.000 Euro pro Tag lag. Zudem war in den Vertragsbedingungen der Bank vermerkt, dass wenn ein Kunde den Verlust der Karte nicht sofort meldet, er bis zum Zeitpunkt der Meldung mit maximal 50 Euro haftet.

Die Bank berief sich jedoch darauf, dass der Mann offensichtlich seine Kreditkarte zusammen mit der PIN aufbewahrt habe, was als Pflichtverletzung gewertet wurde. Der Kunde verneinte dies, widersprach den Abbuchungen und k├╝ndigte dar├╝berhinaus seinen Vertrag.

Die Bank zog daraufhin vor Gericht, bekam jedoch vor dem Bundesgerichtshof nicht Recht. Nat├╝rlich k├Ânne man davon ausgehen, dass der Kunde die Karte und die PIN zusammen aufbewahrt habe. Die Bank m├╝sse dies jedoch genau beweisen. Es k├Ânne sich ebensogut um einen Fall von Skimming handeln, wo die Betr├╝ger eine Kopie der Karte anfertigen. Zudem habe sich die Bank selbst nicht an die Abhebungsgrenze von 1.000 gehalten und somit gegen die eigenen Vertragsbedingungen versto├čen. Die Haftungsbegrenzung von 50 Euro gilt in den Augen der Richter auch f├╝r eine m├Âgliche Verletzung der Sorgfaltspflicht.

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Tankstellen im Visier von Geldkartenbetr├╝gern

10. Mai 2011
cc by wikimedia/ joho345

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Die meisten wissen inzwischen, dass man an Bankautomaten gut auf seine Karte und seine PIN aufpassen muss. Dies gilt meist auch beim Zahlen in Gesch├Ąften, doch an Tankstellen scheinen viele diese guten Vors├Ątze zu vergessen. So haben Medienberichten zufolge Geldkartenbetr├╝ger in letzter Zeit massiv Tankstellen ins Visier genommen.

Immer mehr Kartenterminals an Tankstellen seien manipuliert. Zum Teil bieten die Betr├╝ger sogar den Mitarbeitern der Tankstellen hohe Summen an um die Machenschaften zu decken oder sogar selbst die Ger├Ąte zu manipulieren. Gerne wird offenbar auch die Eingabe der Geheimzahl durch Minikameras gefilmt.

Auf diese Art und Weise werden Daten gesammelt, die dann f├╝r teures Geld weiterverkauft werden. Der Handel mit Daten boomt in Deutschland. Schon lange fordern Experten ein h├Âheres Ma├č an Informationen und Aufkl├Ąrung f├╝r die Verbraucher. Zudem m├╝ssten die Kreditkartenbetreiber ihre Sicherheitsstandards erh├Âhen. An den Tankstellen sollte man also sich nicht mehr nur alleine ├╝ber die hohen Benzinpreise ├Ąrgern, sondern auch beim Bezahlen mit Karte an sich auf der Hut sein.

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