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Die Beratungen bei den Verbraucherzentralen werden von vielen Kunden gerne wahrgenommen, doch auch dies kostet natürlich je nach Angebot Geld. Ein Grund warum sich bisher manche scheuten sich auf diesem Wege zu informieren. In Zukunft könnte diese Barriere jedoch noch größer werden, denn ab dem kommenden Jahr gilt für Beratungen bei den Verbraucherzentralen nicht mehr der verminderte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent, sondern die vollen 19 Prozent.
Am Ende werden hier wohl die Verbraucher das Nachsehen haben, denn die Beratungen werden so teurer werden, da sich die Verbraucherschützer die zusätzliche Belastung nicht mehr leisten können. Mancherorts wird deswegen sogar das Beratungsangebot verringert werden.
Die Verbraucherzentralen fordern hier die Politik zum Handeln auf und verlangen höhere Zuschüsse. Diese haben aktuell jedoch nur drei Bundesländer zugesagt. Die sogenannte Servicewüste Deutschland könnte also ab 2012 wieder einmal größer werden…
Verbraucherpreise Beratung, Mehrwertsteuer, Preiserhöhung, Verbraucherschützer
Auf uns kommt wohl demnächst mal wieder eine Reform der Mehrwertsteuer zu. Erst Anfang des Jahres hatte die Regierung den ermäßigten Mehrwertsteuersatz auf Beherbergungsleistungen eingeführt und damit ziemlich viel Kritik und Spott kassiert.
Nur einer der Gründe, warum das System geändert werden soll. Ein Gutachten stellt nun fest, dass der verminderte Mehrwertsteuersatz eigentlich nur auf Lebensmittel Sinn macht und empfiehlt alle anderen Vergünstigungen zu streichen.
Der normale Mehrwertsteuersatz liegt bei 19%. Rund 50 Produktgruppen fallen jedoch inzwischen unter den ermäßigten Satz von 7%, dazu zählen zum Beispiel Lebensmittel, Bücher Zeitschriften, publizistische Angebote usw.
Die Gutachter fordern die Regierung dazu auf, das System radikal zu ändern und den ermäßigten Satz, wo es nur geht abzuschaffen. Das Finanzministerium betonte, dass dieses Gutachten in die Arbeit einer Kommission mit einfließen wird, die sich mit der Neugestaltung der reduzierten Mehrwertsteuersätze beschäftigt.
Steuern Mehrwertsteuer, Regierung, Studie
Am Sonntag trafen sich Vorstände und Fraktion der FDP zu einer Klausursitzung um die schwierige Lage der Partei zu diskutieren und einen neuen Kurs einzuschlagen. Zuletzt war die Partei in Umfragen auf gerade einmal 3% abgerutscht.
Mit ihrem neuen Kurs versuchen die Liberalen verzweifelt alte Fehler wieder gut zu machen. Ob sie durch diesen erneuten plötzlichen Richtungswechsel glaubhafter werden, sei dahingestellt…
So fordert die Partei nun eine grundlegende Überarbeitung des deutschen Mehrwertsteuersystems und öffnete sich sogar langsam für eine Anhebung des Spitzensteuersatzes. Das System der Mehrwertsteuer sei undurchschaubar und müsse dringend vereinfacht werden, so die Fraktionschefin Brigit Homburger gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“.
Rund 50 Produktgruppen rechnen aktuell mit dem ermäßigten Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent ab. Wann dies gilt und aus welchen Gründen ist dabei nicht immer ganz leicht zu durchschauen.
Finanzen Mehrwertsteuer