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Es ist ein Trend, der in den letzten Jahren zugenommen hat. Immer mehr Menschen in Deutschland sind überschuldet und müssen den Schritt in die Privatinsolvenz gehen. Verantwortlich hierfür sind laut Experten u.a. Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne oder immer mehr Vollzeitjobs, die durch Minijobber und Co. besetzt werden.
Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in Düsseldorf stieg die Zahl der Privatinsolvenzen im letzten Jahr um 7,6% auf rund 140.000 Fälle an. Für dieses Jahr wird wieder eine ähnliche Entwicklung erwartet.
Gleichzeitig scheint sich die Situation der Unternehmen etwas zu verbessern. 32.100 Firmen mussten sich im vergangenen Jahr für die Insolvenz entscheiden, immerhin 2,5% weniger als 2009. Firmentechnisch gilt dieser Trend auch für Europa. Hier gingen die Insolvenzen bei Unternehmen ebenfalls leicht zurück.
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Die Zahlen sind erschreckend, denn 2009 sind die Anzahl der Privatinsolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fast 9% angestiegen. Dies bestätigt auch das aktuelle Schuldenbarometer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei Bürgel.
Ganze 130.698 Bundesbürger meldeten 2009 Privatinsolvenz an. 2008 waren dies noch 120.289… Auf 100.000 Einwohner kommen somit im Schnitt 159 insolvente Personen. Im Verhältnis zur Anzahl der Einwohner hat Bremen die meisten Privatinsolvenzen, gefolgt von Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die wenigsten gab es in Bayern, Thüringen und Baden-Württemberg.
Erschreckend ist vor allem, dass auch immer mehr junge Leute in der Schuldenfalle stecken. 2009 waren es fast 35% mehr Schuldner unter in der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen. Inzwischen hat das Schuldenproblem also fast alle Altersgruppen abgedeckt und sich gleichmäßig verteilt.
Experten rechnen auch nicht mit einer schnellen Besserung. Im Gegenteil: 2010 könnte sich die Lage sogar noch drastisch verschlimmern…

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