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Artikel Tagged ‘Privatinsolvenz’

Privatinsolvenz: Schuldenfrei in drei Jahren

20. Mai 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Bereits seit l√§ngerer Zeit wird dar√ľber diskutiert, dass auch in Deutschland bei einer Privatinsolvenz die Restschuldbefreiung vorgezogen wird. Bisher haben Schuldner die M√∂glichkeit mithilfe eines Anwalts, einer Schuldenberatung oder eines Steuerberaters Privatinsolvenz anzumelden und damit nach sechs Jahren schuldenfrei zu sein, wenn man in dieser Zeit so viel wie m√∂glich abbezahlt. Ab dem kommenden Jahr wird diese Zeit auf nur drei Jahre verk√ľrzt.

Voraussetzung daf√ľr ist, dass der Schuldner in diesen drei Jahren mindestens 35 Prozent der Gl√§ubigerforderungen sowie die Verfahrenskosten begleichen kann. Die restlichen Schulden werden dann gestrichen. Eine Restschuldbefreiung nach nur f√ľnf Jahren ist m√∂glich, wenn in dieser Zeit die Verfahrenskosten gezahlt werden. In allen anderen F√§llen bleibt die Frist bei sechs Jahren.

Das neue Gesetz tritt am 1. Juli 2014 in Kraft und gilt f√ľr Insolvenzverfahren, die ab diesem Zeitpunkt er√∂ffnet werden. Zus√§tzlich besteht die M√∂glichkeit, ein Verbraucher-Insolvenzplanverfahren anzustreben, bei dem der Schuldner mit den Gl√§ubigern zusammen alle entscheidenden Punkte individuell aushandelt. Dies gilt dann auch f√ľr √§ltere F√§lle vor Mitte 2014.

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Privatinsolvenz: Regierung will Laufzeit verk√ľrzen

19. Juli 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Bereits seit einiger Zeit wird auch in Deutschland dar√ľber diskutiert, die Laufzeit einer Privatinsolvenz zu verk√ľrzen. Damit w√ľrde man sich anderen europ√§ischen L√§ndern ann√§hern, wo das Verfahren in weniger Jahren als hierzulande m√∂glich ist. Nun m√∂chte die Regierung offenbar endlich ernst machen und mit einem neuen Gesetz unter anderem die Zeit bis zur Restschuld-Befreiung √§ndern.

Demnach soll es nach dem aktuellen Willen der Bundesregierung in Zukunft m√∂glich sein, dass Schuldner bereits nach drei Jahren ihre Last los sind. Dies soll aber nur m√∂glich sein, wenn in dieser Zeit mindestens ein Viertel der Gl√§uberforderungen sowie die Verfahrenskosten gezahlt wurden. Nach f√ľnf Jahren sollen einem die restlichen Schulden erlassen werden, wenn man wenigstens die Verfahrenskosten in der Zeit begleichen konnte. Ansonsten bleibt es bei der derzeitigen Laufzeit von sechs Jahren.

Gleichzeitig soll mit dem Gesetz eingef√ľhrt werden, dass wenn ein au√üergerichtlicher Einigungsversuch offensichtlich keine Aussicht auf Erfolg hat, muss dieser auch nicht unternommen werden. Zudem sollen Mitglieder von Wohnungsgenossenschaften bei Insolvenz genauso gesch√ľtzt sein wie Mieter.

Kritik an dem Entwurf kommt von Verbrauchersch√ľtzern. Diese halten allgemein das Senken der Laufzeit f√ľr richtig, jedoch sei das Gesetz nicht wirklich durchdacht, denn kaum einem Schuldner wird es gelingen, die oben genannten Bedingungen innerhalb von drei Jahren zu erf√ľllen.

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Privatverschuldung wächst

13. Februar 2011
cc by flickr/ Clearly Ambiguous

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Es ist ein Trend, der in den letzten Jahren zugenommen hat. Immer mehr Menschen in Deutschland sind √ľberschuldet und m√ľssen den Schritt in die Privatinsolvenz gehen. Verantwortlich hierf√ľr sind laut Experten u.a. Arbeitslosigkeit, sinkende L√∂hne oder immer mehr Vollzeitjobs, die durch Minijobber und Co. besetzt werden.

Laut der Wirtschaftsauskunftei Creditreform in D√ľsseldorf stieg die Zahl der Privatinsolvenzen im letzten Jahr um 7,6% auf rund 140.000 F√§lle an. F√ľr dieses Jahr wird wieder eine √§hnliche Entwicklung erwartet.

Gleichzeitig scheint sich die Situation der Unternehmen etwas zu verbessern. 32.100 Firmen mussten sich im vergangenen Jahr f√ľr die Insolvenz entscheiden, immerhin 2,5% weniger als 2009. Firmentechnisch gilt dieser Trend auch f√ľr Europa. Hier gingen die Insolvenzen bei Unternehmen ebenfalls leicht zur√ľck.

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Fast neun Prozent mehr Privatinsolvenzen 2009

28. Februar 2010

Die Zahlen sind erschreckend, denn 2009 sind die Anzahl der Privatinsolvenzen in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um fast 9% angestiegen. Dies best√§tigt auch das aktuelle Schuldenbarometer der Hamburger Wirtschaftsauskunftei B√ľrgel.

Ganze 130.698 Bundesb√ľrger meldeten 2009 Privatinsolvenz an. 2008 waren dies noch 120.289… Auf 100.000 Einwohner kommen somit im Schnitt 159 insolvente Personen. Im Verh√§ltnis zur Anzahl der Einwohner hat Bremen die meisten Privatinsolvenzen, gefolgt von Niedersachsen und Schleswig-Holstein. Die wenigsten gab es in Bayern, Th√ľringen und Baden-W√ľrttemberg.

Erschreckend ist vor allem, dass auch immer mehr junge Leute in der Schuldenfalle stecken. 2009 waren es fast 35% mehr Schuldner unter in der Gruppe der 18- bis 25-Jährigen. Inzwischen hat das Schuldenproblem also fast alle Altersgruppen abgedeckt und sich gleichmäßig verteilt.

Experten rechnen auch nicht mit einer schnellen Besserung. Im Gegenteil: 2010 k√∂nnte sich die Lage sogar noch drastisch verschlimmern…

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