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Artikel Tagged ‘Rente’

Freiberufler: Keine Beschäftigung mehr ab Rentenalter rechtens

22. November 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Hat ein Angestellter das Rentenalter erreicht, so hat der Arbeitgeber das Recht die Zusammenarbeit zu beenden. Dies gilt auch f√ľr freie Mitarbeiter, die laut Tarif- oder Arbeitsvertrag die Altersgrenze √ľberschreiten. Dies geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Bonn hervor, auf das der Deutsche Anwaltverein hinweist.

In dem konkreten Fall ging es um einen freien Journalisten, der seit √ľber 30 Jahren f√ľr einen √∂ffentlich-rechtlichen Sender gearbeitet hatte. Ende 2012 wurde ihm mitgeteilt, dass man die Zusammenarbeit beenden werde, da der Journalist das gesetzliche Rentenalter von 65 Jahren erreicht habe. Der Mann zog daraufhin vor Gericht und verlangte wegen Altersdiskriminierung eine Entsch√§digung von mindestens 25.000 Euro.

Das Arbeitsgericht sah dies anders und entschied zugunsten des Senders. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz seien tarif- und arbeitsvertragliche Altersgrenzen, die dem gesetzlichen Rentenalter entsprechen, rechtens. Dies k√∂nne auch auf Freiberufler √ľbertragen werden, wenn sie regelm√§√üig f√ľr das Unternehmen t√§tig waren.

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Vergewaltigung ist kein Arbeitsunfall

26. Juni 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Wem auf dem Weg zur Arbeit oder von dieser nach Hause etwas zust√∂√üt, der ist in den meisten F√§llen gesetzlich unfallversichert. Jedoch gibt es auch hier nat√ľrlich Ausnahmen. Eine Vergewaltigung muss zum Beispiel nicht unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung fallen. Dies geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichts in Kassel hervor.

In dem konkreten Fall ging es um eine Frau, die auf ihrem Heimweg von der Arbeit vor ihrem Haus von ihrem Ex-Partner vergewaltigt wurde. Da es sich um den Weg von der Arbeitsstelle nach Hause handelte, forderte die Frau, die seitdem unter psychischen Problemen leidet, Unfallrente aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Dies wurde ihr jedoch verweigert.

Die Richter sahen dies am Ende genauso, da T√§ter und Opfer eine pers√∂nliche Beziehung hatten. Sie folgten damit nicht der Argumentation der Anw√§lte der Frau, nach der der Mann sie nur auf dem Heimweg von der Arbeit habe vergewaltigen k√∂nnen, da sie sonst nie alleine aus dem Haus gehe. Der T√§ter wurde √ľbrigens wegen schwerer Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von sieben Jahren mit anschlie√üender Sicherungsverwahrung verurteilt. Die Frau kann nun nur noch Rente nach dem Opferentsch√§digungsgesetz beantragen.

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Umfrage: Deutsche investieren weniger in Altersvorsorge

5. Oktober 2012
cc by flickr/ bradipo

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Altersarmut ist ein wachsendes Problem in Deutschland, von dem in Zukunft immer mehr Bundesb√ľrger betroffen sein werden. Eigentlich Grund genug um nach M√∂glichkeit mehr Geld in die private Altersvorsorge zu investieren. Doch genau dies ist hierzulande offenbar nicht der Fall, meint zumindest eine Umfrage des Allensbach-Instituts im Auftrag der Postbank.

Investierten die Deutschen im Jahr 2005 noch im Schnitt 204 Euro monatlich in die eigene Absicherung im Alter, so sind es jetzt nur noch 185 Euro. 42 Prozent der Berufst√§tigen sagten in der Umfrage, dass sie nicht bereit seien ihre private Altersvorsorge zu erweitern. 2003 waren es noch lediglich 30 Prozent. Auch von denen, die wissen, dass ihre finanzielle Lage im Alter schwieriger sein wird, sind nur 14 Prozent bereit, ihren Konsum f√ľr mehr Sparen einzuschr√§nken.

Die Post holt hier nun zum Teil doch zu sehr zweifelhaften Begr√ľndungen aus: Die Hauptgr√ľnde seien nat√ľrlich die Eurokrise sowie wachsende Zweifel an der staatlich gef√∂rderten Altersvorsorge. Zudem, Achtung, w√ľrden sich wohl viele Deutsche durch die historisch gute Arbeitsmarktlage in Deutschland in Sicherheit wiegen! Kann es nicht sein, dass viele Deutsche einfach nicht in der finanzielle Lage sind, noch mehr f√ľr das Alter anzusparen, angefangen bei etlichen Selbstst√§ndigen bis hin zu Minijobbern, Leiharbeitern und solche, die zu Dumpingl√∂hnen schuften?

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Riester-Rente soll transparenter werden

28. September 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Seit langem wird die Riester-Rente von Verbrauchersch√ľtzern stark kritisiert. So wurden die √Ąnderungen bei dieser Form der privaten Altersvorsorge, die in dieser Woche vom Bundeskabinett beschlossen wurden, als ein erster Schritt in die richtige Richtung angesehen. Demnach sollen Riester-Vertr√§ge n√§mlich transparenter gestaltet werden.

Wie auch schon in anderen Bereichen soll ein einheitliches Produktinformationsblatt Pflicht werden, auf dem die anfallenden Kosten, die Renditeerwartung sowie das Anlagerisiko √ľbersichtlich dargestellt werden. So sollen Kunden anhand einer Modellrechnung genau sehen, welche Rente ihnen garantiert wird.

Zus√§tzlich wird der Anbieter-Wechsel bei der Riester-Rente erleichtert, indem die Kosten gedeckelt werden. Wohn-Riester-Vertr√§ge werden flexibler. So soll das angesparte Kapital in Zukunft jederzeit f√ľr die Bildung von selbstgenutztem Wohneigentum entnommen werden k√∂nnen. M√∂glich ist dabei auch unter bestimmten Voraussetzungen das Geld f√ľr einen behindertengerechten Umbau zu nutzen.

Angehoben wird auch die Schwelle bei Beitr√§gen zur Basisvorsorge f√ľrs Alter: In Zukunft k√∂nnen dabei 24.000 Euro statt bisher nur 20.000 Euro pro Jahr steuerlich geltend gemacht werden. Dazu geh√∂ren auch Ausgaben zur gesetzlichen Rentenversicherung. Ebenso geltend machen kann man zudem die Beitr√§ge f√ľr eine Erwerbs- oder Berufsunf√§higkeitsversicherung.

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Nach Ruhestand weiterarbeiten: Verdienstgrenze beachten

29. August 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Schon jetzt reichen vielen √§lteren Menschen ihre Renten nicht mehr aus. So m√ľssen immer mehr von ihnen auch im Ruhestand weiterarbeiten um √ľberhaupt √ľber die Runden zu kommen, was eine aktuelle Studie belegt. In diesem Zusammenhang weist die Deutsche Rentenversicherung Bund darauf hin, dass man unter gewissen Umst√§nden eine Verdienstgrenze beachten muss.

Eine Grenze gibt es f√ľr alle, die vor der gesetzlichen Altersgrenze in Rente gehen, aber noch weiterarbeiten wollen oder m√ľssen. Hier d√ľrfen maximal 400 Euro monatlich dazuverdient werden, ansonsten wird der h√∂here Verdienst mit der Rente verrechnet. Nur zweimal im Jahr darf die Grenze bis zum doppelten Wert, also bis zu 800 Euro, √ľberschritten werden.

Wer mehr Geld hinzuverdienen möchte, hat die Möglichkeit eine sogenannte Teilrente zu beantragen. Dabei gibt es drei Stufen: Die Zwei-Drittel-, die Ein-Halb- und die Ein-Drittel-Teilrente. Die jeweiligen Hinzuverdienstgrenzen werden individuell berechnet. Als Basis dienen die letzten drei Jahresgehälter vor dem Eintritt in die Rente. Einen Unterschied gibt es zudem zwischen den neuen und den alten Bundesländern.

Wer jedoch bereits das gesetzliche Rentenalter erreicht hat, kann dazuverdienen wie viel er oder sie m√∂chte. Der Mehrverdienst muss jedoch versteuert werden. Zudem sollte man sich dabei √ľber m√∂gliche Auswirkungen auf die Krankenversicherungsbeitr√§ge und die Hinterbliebenenrente informieren.

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