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Artikel Tagged ‘Rentenalter’

Freiberufler: Keine Beschäftigung mehr ab Rentenalter rechtens

22. November 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Hat ein Angestellter das Rentenalter erreicht, so hat der Arbeitgeber das Recht die Zusammenarbeit zu beenden. Dies gilt auch f√ľr freie Mitarbeiter, die laut Tarif- oder Arbeitsvertrag die Altersgrenze √ľberschreiten. Dies geht aus einem Urteil des Arbeitsgerichts Bonn hervor, auf das der Deutsche Anwaltverein hinweist.

In dem konkreten Fall ging es um einen freien Journalisten, der seit √ľber 30 Jahren f√ľr einen √∂ffentlich-rechtlichen Sender gearbeitet hatte. Ende 2012 wurde ihm mitgeteilt, dass man die Zusammenarbeit beenden werde, da der Journalist das gesetzliche Rentenalter von 65 Jahren erreicht habe. Der Mann zog daraufhin vor Gericht und verlangte wegen Altersdiskriminierung eine Entsch√§digung von mindestens 25.000 Euro.

Das Arbeitsgericht sah dies anders und entschied zugunsten des Senders. Nach dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz seien tarif- und arbeitsvertragliche Altersgrenzen, die dem gesetzlichen Rentenalter entsprechen, rechtens. Dies k√∂nne auch auf Freiberufler √ľbertragen werden, wenn sie regelm√§√üig f√ľr das Unternehmen t√§tig waren.

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Deutsche bekommen drei Jahre länger Rente als 1995

27. Juni 2011
cc by flickr/ Ed Yourdon

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Das Renteneintrittsalter hat sich in den letzten Jahren immer weiter nach hinten verschoben. So gehen heutzutage M√§nner und Frauen im Schnitt mit 60,7 Jahren in Rente. 1995 lag das Alter bei den M√§nnern noch bei 59,8 bzw. bei den Frauen bei 60,5. Gleichzeitig werden die Deutschen immer √§lter, so dass obwohl sich das Renteneintrittsalter nach hinten verschiebt, Bundesb√ľrger heute gut drei Jahre l√§nger Rente bekommen als noch 1995.

Dies geht aus neuen Statistiken der Deutschen Rentenversicherung Bund hervor. 1995 lag die durchschnittliche Rentenbezugsdauer bei 15,8 Jahren, 2010 waren es 18,5 Jahre. Dabei zeigt sich wieder einmal ein deutliches Gefälle zwischen West und Ost. Bezogen 2010 im Westen die Frauen im Schnitt 20,5 Jahre Rente, waren es im Osten 22,4 Jahre. Die Männer im Osten kamen auf 14,9 Jahre und im Westen auf 16,5 Jahre.

13,3 Prozent der Männer im Westen, was dort die zahlenmäßig stärkste Gruppe ist, bezieht eine Rente zwischen 1.050 und 1.200 Euro. Im Osten beziehen die meisten Männer (21,4 Prozent) eine Rente zwischen 900 und 1.050 Euro.

Bei den Frauen ist der Unterschied am deutlichsten, da in der DDR fast alle von ihnen erwerbstätig waren: Die meisten Rentnerinnen im Westen (20,9 Prozent) erhalten monatlich 150 bis 300 Euro, während ihre Altersgenossinnen im Osten am häufigsten (33,3 Prozent) zwischen 900 und 1.050 Euro bekommen.

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DGB fordert Abschaffung der Abschläge bei Erwerbsminderungsrente

5. März 2011
cc by flickr/ schnaars

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Laut einer Prognose der Bundesregierung soll die Kaufkraft der Rentner bis zum Jahr 2013 sp√ľrbar zur√ľckgehen. Dies liegt f√ľr viele zum einen an der Rentenentwicklung, aber auch daran dass immer mehr Menschen das gesetzliche Rentenalter nicht mehr im Beruf erreichen k√∂nnen und daher fr√ľher in Rente gehen. Dabei m√ľssen sie meiste hohe Abschl√§ge hinnehmen.

Der Deutsche Gewerkschaftsbund fordert nun in diesem Zusammenhang die Abschl√§ge der Erwerbsminderungsrente, die aktuell bis zu 10,8% betragen k√∂nnen, abzuschaffen. Menschen, die aufgrund von Krankheit oder der schlechten Situation des Arbeitsmarkt gezwungen sind, vorzeitig in Rente zu gehen, d√ľrften nicht mehr durch eine Verminderung bestraft werden.

Der Sozialverband VdK verlangte die R√ľckkehr zur dynamischen Rente. Die Renten m√ľssten wieder direkt und ohne Abz√ľge an Lohn- und K√ľrzungsfaktoren gekoppelt werden. Es entflammt also immer mehr Kritik an der aktuellen Rentenpolitik.

Finanzen, Rente, Riester , , , ,

Umfrage zum Thema Altersvorsorge in Deutschland

22. Januar 2010

Wie steht es um die Deutschen in Sachen Altersvorsorge? Um dies herauszufinden befragt das Deutsche Institut f√ľr Altersvorsorge (DIA) in jedem Quartal die Bev√∂lkerung zur Stimmung bez√ľglich dieses Themas. Die letzte Befragung fand im Dezember 2009 statt, deren Ergebnisse nun ver√∂ffentlicht wurden. 1.042 Arbeitnehmer im Alter von 18 bis 65 Jahren nahmen daran teil.

Ganze 46% aller Befragten sehen nach wie vor keine Möglichkeit ihr Geld in irgendeine Form der Altersvorsorge zu investieren, obwohl immer weniger von der Finanzkrise betroffen zu sein scheinen. Ganze 65% gaben an, nicht persönlich unter der Krise zu leiden. Im Quartal davor waren es zum Vergleich noch 55%.

Aus diesen gr√ľnden ist es wohl auch verst√§ndlich, dass die meisten sich gegen eine Erh√∂hung des Rentenalters auf 67 Jahre aussprachen. 62% der Befragten lehnen dies ab. 23% schlie√üen es aus gesundheitlichen Gr√ľnden komplett aus bis zu diesem Alter weiterzuarbeiten. Demgegen√ľber kann sich nur rund ein F√ľnftel vorstellen bis 67 berufst√§tig zu sein.

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