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Artikel Tagged ‘Scheidung’

Lottogewinn mit Ex-Frau teilen

18. Oktober 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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So manch ein Ehepaar l√§sst sich nicht direkt nach der Trennung scheiden, sondern wartet noch eine Weile. Dabei m√ľssen einem jedoch die rechtlichen Folgen bewusst sein. Kommt zum Beispiel einer der Ex-Partner noch vor dem Einreichen der Scheidung zu Geld, so muss er dieses mit seinem ehemaligen Partner teilen, selbst dann wenn die Ehe nur noch auf dem Papier besteht.

Dies geht aus einem Urteil des Bundesgerichtshofs hervor, in dem es um den Anteil an einem Lottogewinn ging. Konkret hatte sich ein Paar, das fast 30 Jahre lang zusammen war, im Jahr 2000 getrennt. Der Mann zog relativ schnell mit einer neuen Partnerin zusammen. Acht Jahre später gewann er und seine neue Lebensgefährtin fast eine Million Euro im Lotto.

Seine Ex-Frau, die inzwischen von Hartz IV lebte, verlangte die H√§lfte seines Anteils, also gut 250.000 Euro, da die Scheidung erst zwei Monate nach dem Gewinn eingereicht wurde. Der Mann weigerte sich, da die Ehe nur noch auf dem Papier bestand und sie seit acht Jahren getrennt lebten. Am Ende gaben die Richter jedoch der Ex-Frau Recht, denn schlie√ülich gebe es nicht umsonst die Stichtagregelung. Demnach ist das Verm√∂gend entscheidend, das beim Eingang des Scheidungsantrags vorhanden ist. Dies sei eine eindeutige Regelung und eine Einzelfallpr√ľfung sei nicht gewollt.

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Ehegattensplitting bei Versöhnungsversuchen von Paaren

4. Dezember 2012
cc by flickr/ pixel0908

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Trennt sich ein Paar, so sind neben dem emotionalen Chaos meist auch noch finanzielle Sorgen und Probleme mit im Spiel. Doch wie sieht es zum Beispiel mit dem Bereich Ehegattensplitting aus, wenn das Paar sich im Trennungsjahr wieder versöhnt? Die Antwort liefert der Bund der Steuerzahler in Berlin.

Entscheiden sich bereits getrennte Ehepartner daf√ľr, es noch einmal miteinander zu versuchen und ziehen erneut zusammen, kann das Ehegattensplitting auf das gesamte Kalenderjahr angewandt werden. Solch ein Vers√∂hnungsversuch kann sich also, so unromantisch dies auch klingt, auch auf steuerliche Fragen positiv auswirken.

Dies ist selbst dann der Fall, wenn die Versöhnung nach wenigen Wochen wieder scheitert. Voraussetzung ist, dass die Partner bereits getrennt gelebt haben, sich damit zum Beispiel im Trennungsjahr befinden, und während der Versöhnung wieder zusammenziehen.

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Onlinescheidung: Wirklich g√ľnstiger?

24. September 2012
cc by flickr/ renee.hawk

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In der heutigen Zeit gibt es kaum etwas, was man nicht auch irgendwie √ľber das Internet erledigen k√∂nnte. In den meisten F√§llen stellt dies eine echte Zeit- und oft auch eine Kostenersparnis dar. Doch dies ist nat√ľrlich nicht unbedingt immer so. Aktuell wird in den Medien gerade √ľber die sogenannte Onlinescheidung diskutiert.

Etliche Anw√§lte bieten inzwischen eine Scheidung online an. In der Regel wird dabei mit genau den beiden oben genannten Vorteilen geworben: Sie soll g√ľnstiger sein und man kann alle Formalit√§ten, bis auf den Termin vor Gericht, bequem und wann immer man m√∂chte, von zuhause aus erledigen. Wer Fragen oder Probleme hat, kontaktiert den Anwalt per Telefon oder E-Mail.

So einfach dies auch klingt, so gro√ü ist wie so oft nat√ľrlich auch die Kritik: Es mangele bei diesem Weg an einer ausf√ľhrlichen pers√∂nlichen Beratung, die √ľber das Telefon nicht so genau erfolgen k√∂nne, wie im direkten Gespr√§ch. Zudem seien die Geb√ľhren gesetzlich festgelegt und somit seien die meisten Onlinescheidungen nicht g√ľnstiger als ein regul√§res Verfahren. Einen Antrag, den Verfahrenswert zu reduzieren, k√∂nne jeder Anwalt stellen.

Bleibt am Ende wohl nur zu sagen, dass man sich wohl am besten nur f√ľr den Weg √ľber das Internet entscheidet, wenn alle Punkte gekl√§rt sind. Gibt es noch Unklarheiten und Streitpunkte, so macht in der Regel eben doch der direkte Gang zum Anwalt Sinn. Gerade in Punkto Vermögensaufteilung sind sich die beiden Parteien häufig uneinig. Die emotionale Involviertheit des Ehepaares erfordert meist eine Schlichtung durch eine dritte Partei. Erfolgt die Trennung aufgrund eines Vertrauensbruches einer Person, muss unter Umständen ein Privatdetektiv engagiert werden, um die Hintergründe der Trennung und die Beweislage eindeutig aufzuklären. Bei solchen Uneinigkeiten ist eine Auseinandersetzung vor Gericht unabdingbar, bei einer unkomplizierten und einvernehmlichen Trennung kann die Online-Scheidung durchaus eine Option darstellen.

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Scheidung: Gemeinsames Testament verliert G√ľltigkeit

17. Februar 2012
cc by fotopedia/ matze_ott

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Es soll ja schon einmal vorkommen, dass sich Paare trennen und sogar scheiden lassen um dann einige Zeit sp√§ter doch wieder zusammenzukommen. In solchen und √§hnlichen F√§llen sollte man sich unbedingt √ľber gewisse Regelungen informieren, die durch eine Scheidung wirksam werden! So verliert ein gemeinsames Testament zum Beispiel durch eine Scheidung seine G√ľltigkeit und muss beim zweiten Beziehungsanlauf daher erneuert werden. Dies entschied das Oberlandesgericht in Hamm.

In dem konkreten Fall ging es um ein Ehepaar, dass 1970 geheiratet und während ihrer Ehe ein gemeinschaftliches Testament aufgesetzt hatte, in dem sie sich gegenseitig als Alleinerben eintrugen. 1987 folgte die Scheidung, jedoch kamen die beiden 1994 wieder zusammen. 2009 heirateten sie dann einen Tag vor dem Tod des Mannes erneut. Die Witwe ging nun von dem Testament aus der Zeit ihrer ersten Ehe aus und beantragte einen Erbschein, der sie als Alleinerbin ausweisen sollte.

Dieser Antrag wurde vom Nachlassgericht jedoch abgelehnt, da das Testament durch die Scheidung unwirksam wurde. Die Frau legte Beschwerde ein, doch auch die Richter des Oberlandesgerichts waren der Ansicht des Nachlassgerichts. Man h√§tte sich darum k√ľmmern m√ľssen, dass das Testament aus der ersten Ehe weiterbestehe. Also, in solchen F√§llen sich unbedingt genau informieren!

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2012: Keine √Ąnderungen bei D√ľsseldorfer Tabelle

13. Dezember 2011
cc by flickr/ coolplatanos

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Die sogenannte D√ľsseldorfer Tabelle regelt in Deutschland die Unterhaltsanspr√ľche f√ľr Kinder und Ex-Partner nach einer Scheidung. Im Jahr 2010 wurden die Unterhaltszahlungen f√ľr Kinder das letzte Mal angehoben. Die stiegen im Schnitt um 13 Prozent. Das Oberlandesgericht D√ľsseldorf, das f√ľr die Tabelle verantwortlich ist, teilte nun mit, dass sich im kommenden Jahr die Werte nicht √§ndern werden.

2012 bleibt die D√ľsseldorfer Tabelle also unver√§ndert. Die Verantwortlichen begr√ľndeten dies damit, dass es weder steuerliche noch gesetzliche √Ąnderungen gebe, die eine entsprechende Anpassung erforderlich machten.

Die Selbstbehaltsbetr√§ge und Beitr√§ge f√ľr den Unterhalt, die in diesem Jahr g√ľltig waren, bleiben dies also auch vorerst in Zukunft. Hier kann man die aktuelle Tabelle √ľbrigens einsehen sowie auch die √Ąnderungen, die 2010 eingef√ľhrt wurden.

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