Schweizer Nationalbank: Mindestkurs zum Euro
Auch wenn für Laien eine starke Währung immer gut klingt, kann diese in gewissen Fällen auch starke Nachteile mit sich bringen. So erlebt es aktuell die Schweiz. Der Schweizer Franken gewinnt in letzter Zeit gegenüber dem Euro immer mehr an Wert. Diese Überbewertung bedroht massiv die Schweizer Wirtschaft. So hat die Schweizerische Nationalbank (SNB) nun angekündigt, einen festen Mindestkurs zum Euro einführen zu wollen.
Das Risiko einer Deflation ist in der Schweiz gerade groß. Der starke Franken ist alles andere als gut für die Exportwirtschaft des Landes, denn deren Waren werden so auf Auslandsmärkten immer teurer. Zudem klagen die Einzelhändler an den Schweizer Grenzen. Es hat sich in den letzten Monaten ein wahrer Einkaufstourismus entwickelt. Immer mehr, die in der Nähe der Grenze wohnen, kaufen lieber in Deutschland ein, wo die Waren deutlich günstiger sind.
Um dem entgegen zu wirken hat die SNB nun einen Mindestkurs zum Euro festgelegt. In Zukunft solle es keinen Euro-Kurs unterhalb von 1,20 Franken pro Euro geben. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass ein Schweizer Franken höchstens 0,822 Euro wert sein darf. Man wolle den Mindestkurs mit aller Konsequenz durchsetzen und sei bereit unbeschränkt Devisen zu kaufen. Sollte dies nicht fruchten, werde man weitere Maßnahmen ergreifen.



