Immer mehr Superreiche fordern Sonderabgabe gegen Schuldenkrise
Vor wenigen Tagen erst hatte sich der US-Investor Warren Buffet zu Wort gemeldet. Der Milliardär forderte höhere Steuern und weniger Steuererleichterungen für reiche und superreiche US-Amerikaner. Nur so könne man der Schuldenkrise entgegen treten. Viele von ihnen seien bereit ihren Beitrag zu leisten. Die Zeit sei vorbei, in der Superreiche „von einem Milliardär-freundlichen Kongress verhätschelt“ werden.
Diesem Aufruf schlossen sich nun auch einige schwerreiche Franzosen an. Zu den Unterzeichnern gehören nicht nur reiche Franzosen, sondern auch 16 sogenannte Wirtschaftslenker, darunter L’Oréal-Erbin Liliane Bettencourt, der Chef des französischen Öl-Konzerns Total, Christophe de Margerie, Philippe Varin (PSA Peugeot-Citroën) oder Frédéric Oudéa (Société Générale).
Man wisse, dass man vom europäischen Umfeld profitiert habe, nun wolle man einen Beitrag leisten um es zu erhalten, heißt es in ihrem Beitrag, der im Nachrichtenmagazin „Le Nouvel Observateur“ erschien. Man fordere eine Sonderabgabe, die in einem vernünftigen Ausmaß eingeführt werden, so dass Steuer- oder Kapitalflucht ausgeschlossen werden könne.
Kritik erntete in diesem Zusammenhang der laut „Forbes“-Magazin reichste Franzose, Bernard Arnault. Er ist der Chef des Luxusgüterkonzerns LVMH. Sein Vermögen wird auf 28 Milliarden Euro geschätzt, was beispielsweise gut 12 Milliarden Euro mehr sind als Madame Bettencourt besitzen soll. Arnault hat den Aufruf als einer der wenigen nicht unterzeichnet…



