Sichere Geldanlage: Festgeld oder Staatsanleihe?
In diesen unsicheren Zeiten sind viele Sparer auf der Suche nach einer sicheren Geldanlage. Die zwei Formen, die momentan als am sichersten gelten, sind Fest-Geld und Staatsanleihen. Doch für welche entscheidet man sich am besten?
In Sachen Sicherheit kann man grundsätzlich sagen, dass sie beide gleichwertig sicher sind. Jedoch gilt dies bei der Staatsanleihe nur, wenn man sie bis zum Ende der Laufzeit behält. Das Festgeld legt man bei einer Bank zum vorher vereinbarten Zins an und erhält es erst wieder, wenn die Laufzeit verstrichen ist.
Die Staatsanleihe kann man jederzeit an der Börse zum aktuellen Kurs verkaufen, was natürlich in Sachen Liquidität einen Vorteil gegenüber dem Fest-Geld bietet. Jedoch ist man eben von den Kursen an der Börse abhängig. Bei einem vorzeitigen Verkauf kann man so also auch Verluste bis hin zum Totalverlust einfahren. Die Rendite der Staatsanleihe ist also nur sicher, wenn sie nicht vor Fälligkeit verkauft wird.
Beim Fest-Geld hingegen ist der Zins bis zum Ende garantiert. Durchschnittlich liegt dieser derzeit bei einer Laufzeit von drei Jahren bei 2,25%, während er sich bei der Staatsanleihe des Bundes in diesem Laufzeitbereich nur bei 1% bewegt.
Das Fest-Geld fällt zudem unter die gesetzliche Einlagensicherung. Bei der Staatsanleihe hängt die Sicherheit von der Bonität des jeweiligen Staates ab. Deutschland gilt hier aktuell in Sachen Rating als sehr sicher, bei anderen Staaten sieht dies schon schlechter aus, so dass man sich aktuell für eine Staatsanleihe des Bundes oder eines anderen Staats mit hoher Bonität entscheiden sollte.
Grundsätzlich wird das Fest-Geld in diesem direkten Vergleich für viele die meisten Vorteile bringen, jedoch hängt dies natürlich immer vom individuellen Fall ab.


