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Artikel Tagged ‘Staatsverschuldung’

Umfrage: Immer mehr Deutsche f├╝rchten um ihr Erspartes

16. Januar 2011
cc by flickr/ Gunnar Wrobel

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Die Wirtschaftskrise, die Euro-Krise usw., in den letzten Jahren sieht sich unser System etlichen Problemen gegen├╝ber, auf die wohl bei den aktuellen Ma├čnahmen so schnell auch keine Besserungen eintreten werden. Dies merken nat├╝rlich auch die normalen Sparer.

Laut einer Umfrage des Deutschen Instituts f├╝r Altersvorsorge f├╝rchten gut zwei Drittel aller Erwerbst├Ątigen im Alter von 18 bis 65 Jahren um ihre Ersparnisse. Lediglich 18% erwarten, dass sich f├╝r sie und ihre finanzielle Situation nichts ├Ąndern wird.

Am meisten verunsichert sind Menschen ├╝ber 45 Jahre und Haushalte mit geringem Einkommen. Knapp ├╝ber die H├Ąlfte aller Befragten ist der Meinung, dass Deutschland in Zukunft noch mehr EU-Staaten finanziell unter die Arme greifen muss. 44% rechnen mit einer hohen Inflation in der Euro-Zone und lediglich 11% glauben, dass die D-Mark zur├╝ckkommen wird.

Bei all diesen Bef├╝rchtungen wollen aber nur 17% ihr Anlageverhalten ├Ąndern und in Gold oder Immobilien investieren. Offenbar herrscht bei den meist neben der Verunsicherung auch noch Ratlosigkeit…

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Neuverschuldung geringer als erwartet und schon kommen wieder Steuersenkungen ins Spiel

23. Juni 2010

Gestern erreichten uns einigerma├čen gute Neuigkeiten aus dem Bundesfinanzministerium, denn die Neuverschuldung im laufenden Jahr wird geringer ausfallen als erwartet. Und schon taucht wieder die FDP auf und bringt ihre Steuersenkungen ins Spiel, ein Akt, der langsam fast schon ins L├Ącherliche abgleitet…

F├╝r dieses Jahr werden neue Kredite in H├Âhe von 60 bis 63 Milliarden Euro erwartet, 20 Milliarden weniger als zun├Ąchst gedacht. H├Âhere Steuereinnahmen und geringere Arbeitsmarktkosten werden als Gr├╝nde daf├╝r genannt. Auch die einmaligen (!) Milliarden-Erl├Âse aus dem Verkauf von Mobilfunklizenzen spielen gewiss eine gro├če Rolle.

Anstatt, dass man dieses Plus nun sinnvoll nutzt und froh um jedes Ersparnis ist, versucht die FDP aus dem Umfragetief heraus zu kommen und wirft wieder mit Forderungen nach Steuersenkungen um sich. Bundeswirtschaftsminister Rainer Br├╝derle (FDP) sprach davon, dass geringere Steuern noch bis zum Jahr 2013 m├Âglich seien.

K├╝hne Aussagen in Anbetracht des viel kritisierten Sparpakets bzw. der Sparpaketchen…

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Bund der Steuerzahler erwartet zweites Sparpaket

17. Juni 2010

├ťber das Sparpaket der Bundesregierung wurde in den letzten Tagen heftig gestritten. Es hagelte Kritik von allen Seiten und die schwarz-gelbe Regierung hat einen weiteren Tiefstand erreicht. Selbst etliche Vertreter der Wirtschaft bezeichneten das Paket als sozial ungerecht und sahen die Reichen zu wenig belastet und das will ja schon einiges hei├čen…

Der Bund der Steuerzahler geht daher aktuell davon aus, dass es bald eine zweite Sparklausur und damit auch ein zweites Sparpaket geben wird. Das bisherige Sparpaket w├╝rde noch einmal ├╝berarbeitet und aufgeschn├╝rt werden.

Gleichzeitig k├╝ndigte der Bund der Steuerzahler an, in den n├Ąchsten Tagen der Regierung weitere Sparvorschl├Ąge zukommen zu lassen und forderte ÔÇ×tats├Ąchliche EinsparungenÔÇť. Das jetzige Paket verdiene seinen Namen nicht.

Entt├Ąuscht zeige man sich vor allem davon, dass die Subventionen und Finanzhilfen unangetastet geblieben seien.

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Ratingagentur Moody’s senkt Griechenlands Bonit├Ątsnote um vier Stufen

15. Juni 2010

Nachdem die Ratingagentur Standard & Poor’s (S&P) Ende April die Bonit├Ąt des hochverschuldeten Euro-Staates Griechenland bereits auf den sogenannten Ramschstatus herabgesenkt hat, schlie├čt sich diesem Trend nun auch die Ratingagentur Moody’s an.

Am Monat wurde die Kreditw├╝rdigkeit Griechenlands von ÔÇ×A3ÔÇť auf ÔÇ×Ba1ÔÇť gesenkt. Moody’s begr├╝ndete dies vor allem mit den Risiken der drastischen Spar- und Restrukturierungsprogramme der griechischen Regierung. F├╝r kurze Zeit habe zwar der Rettungsschirm von EU und IWF das Risiko gesenkt. Jedoch sei die gesamtwirtschaftliche Auswirkung nicht absehbar, was eine geringere Bonit├Ąt logisch mache.

Die griechische Regierung kritisierte diese Entscheidung schwer und betonte, dass dadurch alle bisherigen erzielten Fortschritte missachtet w├╝rden. Das Spar- und Reformprogramm w├╝rde auch weiterhin konzentriert fortgef├╝hrt. F├╝r die Bank of Greece war dieser Schritt ÔÇ×unerkl├ĄrlichÔÇť.

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Br├╝derle: Das Ersparte der Deutschen ist sicher

4. Juni 2010

Durch die Eurokrise f├╝rchten viele Deutsche nun um ihre Ersparnisse und nat├╝rlich deren zuk├╝nftigen Wert an sich. Laut einer Umfrage von Infratest/dimap im Auftrag der ARD machen sich 67% der Bundesb├╝rger Sorgen um ihr Erspartes.

Laut Bundeswirtschaftsminister Rainer Br├╝derle seien diese ├ängste allerdings unbegr├╝ndet. Dem ÔÇ×Hamburger AbendblattÔÇť gegen├╝ber betonte er, dass die Ersparnisse sicher seien und der Euro stabil bleiben wird.

Br├╝derle sagte desweiteren, dass er es f├╝r sehr wichtig halte, den Euro-Stabilit├Ątspakt zu versch├Ąrfen. Zudem m├╝sse es m├Âglich sein, dass L├Ąnder, die nicht solide wirtschafteten, ihr Stimmrecht in der EU verlieren k├Ânnten. Als weitere Ma├čnahmen fordere der Minister die St├Ąrkung der Bankenaufsicht und der Verbraucherrechte sowie Regeln f├╝r eine geordnete Insolvenz von Staaten.

Alle diese Ma├čnahmen w├╝rden daf├╝r sorgen, dass der Euro stabil bleibe. Ob Br├╝derle damit Recht hat, wird wohl erst die Zukunft zeigen…

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