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Artikel Tagged ‘Steuer’

Steuerbescheid pr√ľfen und bei Fehlern Einspruch einlegen

11. September 2012
cc by flickr/ Thomas Brenner

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Als Steuerzahler k√∂nnen einem bei der Steuererkl√§rung genauso Fehler unterlaufen wie den Finanzbeamten bei der Bearbeitung. Daher sollte man nicht nur immer wieder seine eigenen Angaben in der Erkl√§rung genau √ľberpr√ľfen, sondern unbedingt auch den am Ende ausgestellten Steuerbescheid. Darauf weist der Bund der Steuerzahler hin.

Nach Erhalt des Bescheids hat man einen Monat Zeit Einspruch einzulegen. Am besten kl√§rt man Unklarheiten zun√§chst am Telefon mit dem zust√§ndigen Sachbearbeiter. Wird der Fall dadurch nicht gekl√§rt, muss schriftlich Einspruch eingelegt werden. Dies ist formlos m√∂glich. Eine entsprechende Begr√ľndung sollte nat√ľrlich ebenfalls geliefert werden. Diese kann man jedoch auch nachreichen.

H√§ufig schleichen sich Fehler bei den pers√∂nlichen Daten ein, aber eben auch zum Beispiel bei der Anrechnung der Kinderfreibetr√§ge oder bei den Sonderausgaben und den Werbungskosten. Bescheid sagen kann man auch, wenn man erst zu sp√§t merkt, dass man beispielsweise Quittungen vergessen hat. Wird am Ende des Bescheids auf vorl√§ufig geltende Punkte hingewiesen, weil vielleicht ein Urteil eines Gerichts aussteht, so muss hier kein Einspruch eingelegt werden. Viele Einspr√ľche werden zu Gunsten der Steuerzahler entschieden. Ist dies nicht der Fall, bleibt einem jedoch nur der Weg vor das zust√§ndige Finanzgericht.

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Bundesfinanzministerium: Erneute Warnung vor betr√ľgerischen Mails

27. April 2012
cc by flickr/ Don Hankins

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Fast jeden Tag finden wir in unseren E-Mail-Postf√§chern Spam-Mails, die uns auch gerne Mal Geld versprechen. Bei solchen Mails sollte man generell misstrauisch sein und sie am besten gleich l√∂schen. Diese Einstellung kennen nat√ľrlich auch die Betr√ľger und denken sich daher immer raffiniertere Maschen aus. Aktuell warnt mal wieder das Bundesfinanzministerium vor Phishing-Mails, die angeblich vom Bundeszentralamt f√ľr Steuern (BZSt) abgesendet wurde, jedoch nat√ľrlich nur eine Betrugsmasche sind.

In den Mails hei√üt es, dass man angeblich im vergangenen Jahr zu viel Einkommenssteuer bezahlt hat. Um die R√ľckerstattung zu erhalten, solle man seine Konto- und seine Kreditkartendaten in ein im Anhang vorbereitetes Formular eintragen. Dabei geht es wie immer nur darum, an die sensiblen Daten zu kommen.

Man sollte also auf keinen Fall auf diese Mails eingehen, denn solche Benachrichtigungen werden vom Fiskus niemals per Mail, sondern immer nur per Post verschickt. Zudem k√∂nnte man bereits beim Absender stutzig werden, denn f√ľr Steuerr√ľckerstattungen ist das jeweilige Finanzamt zust√§ndig und nicht das Bundeszentralamt f√ľr Steuern.

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Steuervorteile bei Denkmalimmobilien

16. Dezember 2011

cc by flickr/ Andrea Guerra

Denkmalimmobilien verspr√ľhen f√ľr den Bewohner in der Regel einen ganz besonderen Charme, und doch ist das in der Regel nicht der wichtigste Punkt, weshalb Eigennutzer und auch Investoren unter den Immobilien besonders diese pr√§ferieren, die unter Denkmalschutz stehen. Vielmehr liegt es an den hohen steuerlichen Beg√ľnstigungen, welche der Gesetzgeber dem Verk√§ufer einer Denkmalimmobilie zugesteht, was eingehend im Einkommenssteuergesetz geregelt ist.

Die Sanierungskosten machen je nach Immobilie den gr√∂√üten Investitionsposten bei einem denkmalgesch√ľtzten Objekt aus, und gerade diese Kosten k√∂nnen in Schritten √ľber 12 Jahre f√ľr Investoren bzw. 10 Jahre bei eigener Nutzung insgesamt zu 100 Prozent als Werbungskosten von der Steuer abgesetzt werden. Der Kapitalanleger, der das erworbene Objekt vermietet, kann in den ersten 8 Jahren des Abschreibungszeitraumes jedes Jahr 9 % der Sanierungskosten steuerlich geltend machen, in den darauf folgenden 4 Jahren ist es m√∂glich, jeweils 7 % der Gesamtkosten f√ľr die Sanierung der Denkmalimmobilie auf der Steuererkl√§rung als Werbungskosten zu vermerken.

Aber auch an der Erstehung des Altgeb√§udeanteils bei der Denkmalimmobilie beteiligt sich der Staat quasi passiv, da die urspr√ľngliche Bausubstanz √ľber einen Zeitraum von 40 bzw. 50 Jahren ebenfalls komplett abgeschrieben werden k√∂nnen. Bei Immobilien mit einem Baujahr bis einschlie√ülich 1924 k√∂nnen 40 Jahre lang je 2,5 % abgeschrieben werden, bei denkmalgesch√ľtzten Objekten ab 1925 lassen sich Abschreibungen in H√∂he von 2 % √ľber insgesamt 50 Jahre vornehmen. Steuern sparen mit Denkmalimmobilien ist also einfacher als gedacht.

Dar√ľber hinaus lassen sich im Falle von realisierten Verlusten durch Vermietung und Verpachtung der eigenen denkmalgesch√ľtzten Immobilie diese ebenfalls wie bei einer gew√∂hnlichen Immobilie abgeschrieben werden k√∂nnen. Zus√§tzlich bietet diese Anlageform die M√∂glichkeit, anders als bei Verk√§ufen anderer Wertanlagen, keine Abgeltungstteuer als Abgabe an den Staat zu zahlen, wenn das Geb√§ude nicht vor Ablauf der 10 Jahre dauernden Spekulationsfrist, sondern erst nach dieser wieder ver√§u√üert wird.

Zusammenfassend ist also sehr leicht ersichtlich, dass der Erwerb einer denkmalgesch√ľtzten Immobilie, ganz egal ob als Investition zur Vermietung oder auch als eigenes Haus f√ľr Eigennutzer eine sinnvolle Entscheidung darstellen kann, da gro√üe Teile der Anschaffungs- und Modernisierungskosten steuerlich geltend gemacht werden k√∂nnen.

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Immer mehr Superreiche fordern Sonderabgabe gegen Schuldenkrise

25. August 2011
cc by flickr/ Public Domain Photos

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Vor wenigen Tagen erst hatte sich der US-Investor Warren Buffet zu Wort gemeldet. Der Milliard√§r forderte h√∂here Steuern und weniger Steuererleichterungen f√ľr reiche und superreiche US-Amerikaner. Nur so k√∂nne man der Schuldenkrise entgegen treten. Viele von ihnen seien bereit ihren Beitrag zu leisten. Die Zeit sei vorbei, in der Superreiche ‚Äěvon einem Milliard√§r-freundlichen Kongress verh√§tschelt‚Äú werden.

Diesem Aufruf schlossen sich nun auch einige schwerreiche Franzosen an. Zu den Unterzeichnern geh√∂ren nicht nur reiche Franzosen, sondern auch 16 sogenannte Wirtschaftslenker, darunter L’Or√©al-Erbin Liliane Bettencourt, der Chef des franz√∂sischen √Ėl-Konzerns Total, Christophe de Margerie, Philippe Varin (PSA Peugeot-Citro√ęn) oder Fr√©d√©ric Oud√©a (Soci√©t√© G√©n√©rale).

Man wisse, dass man vom europ√§ischen Umfeld profitiert habe, nun wolle man einen Beitrag leisten um es zu erhalten, hei√üt es in ihrem Beitrag, der im Nachrichtenmagazin ‚ÄěLe Nouvel Observateur‚Äú erschien. Man fordere eine Sonderabgabe, die in einem vern√ľnftigen Ausma√ü eingef√ľhrt werden, so dass Steuer- oder Kapitalflucht ausgeschlossen werden k√∂nne.

Kritik erntete in diesem Zusammenhang der laut ‚ÄěForbes‚Äú-Magazin reichste Franzose, Bernard Arnault. Er ist der Chef des Luxusg√ľterkonzerns LVMH. Sein Verm√∂gen wird auf 28 Milliarden Euro gesch√§tzt, was beispielsweise gut 12 Milliarden Euro mehr sind als Madame Bettencourt besitzen soll. Arnault hat den Aufruf als einer der wenigen nicht unterzeichnet…

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Kosten f√ľr Erststudium und Ausbildung von Steuer absetzbar

18. August 2011
cc by flickr/ tobias.munich

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Eine gute Ausbildung bzw. ein Studium sind in Deutschland ziemlich teuer. Ein aktuelles Urteil des Bundesfinanzhofs k√∂nnte nun Erleichterung f√ľr alle bringen, die ihr Studium selbst bezahlen m√ľssen. Demnach k√∂nnen n√§mlich die Kosten f√ľr die berufliche Erstausbildung und f√ľr das Erststudium komplett steuerlich geltend gemacht werden.

Dabei hob der Bundesfinanzhof vorherige Urteile auf. Geklagt hatten ein Pilot und eine Medizinerin. Laut den Richtern seien die Kosten f√ľr Ausbildung und Erststudium ‚Äěhinreichend konkret durch die sp√§tere Berufst√§tigkeit veranlasst‚Äú, weshalb sie als vorweggenommene Werbungskosten geltend gemacht werden d√ľrften.

Konkret k√∂nnte dies bedeuten, dass Auszubildende und Studierende die Kosten f√ľr Miete, Studiengeb√ľhren, Computer usw. schon w√§hrend der Ausbildung geltend machen k√∂nnen. In der ersten Einkommenssteuererkl√§rung werden diese dann als Verlustvortrag anerkannt. Man sollte also unbedingt w√§hrend des Studiums oder der Ausbildung eine Einkommenssteuererkl√§rung abgeben, denn nur so k√∂nnen die Kosten sp√§ter als Werbungskosten anerkannt werden. Wichtig daf√ľr ist das Aufbewahren aller Kostenbelege!

Leider ist es immer noch nicht ganz sicher, dass das Urteil auch schnell umgesetzt wird, denn das Finanzministerium hat die M√∂glichkeit einen Nichtanwendungserlass zu stellen, womit die Finanz√§mter angewiesen werden das Urteil nicht zu befolgen. Das Absetzen der Studienkosten w√ľrde hohe Steuereinbu√üen bedeuten.

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