Steuervereinfachungen: Endlich Einigung
Eigentlich waren die Steuervereinfachungen schon eine so gut wie beschlossene Sache, doch im Juli hatten die Länder diese gestoppt, da man vor allem mit der Möglichkeit, seine Steuererklärung nur alle zwei Jahre abgeben zu können, nicht einverstanden war. Ein Vermittlungsverfahren wurde angestoßen und Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble verzichtete nun auf die „Zwei-Jahres-Option“, so dass der Weg für eine Einigung frei wurde.
Am gestrigen Mittwoch Abend konnte man sich endlich auf die Vereinfachungen einigen. Neben Verbesserungen bei Kinderbetreuungskosten sowie bei dem Kinderfreibetrag und dem Kindergeld, sieht das Steuervereinfachungsgesetz vor allem eine Erhöhung des Arbeitnehmer-Pauschbetrags vor. Dieser soll noch für dieses Jahr von 920 auf 1.000 Euro steigen.
Die Mehrkosten der Vereinfachungen in Höhe von 585 Millionen Euro trägt alleine der Bund. Die Regierung spricht von weniger Papierkram und von Entlastungen für die Steuerzahler. Die finanziellen Vorteile der Bürger halten sich jedoch insgesamt in Grenzen. Zudem beinhaltet das Gesetz eine Senkung der Bürokratiekosten in der Wirtschaft um vier Milliarden Euro.



