Archiv

Artikel Tagged ‘Telefon’

Gesetz gegen teure Warteschleifen tritt in Kraft

31. Mai 2013
cc by flickr/ stefan.eissing

cc by flickr/ stefan.eissing

Im letzten Jahr wurde eine Reform des Telekommunikationsrechts beschlossen, die, wie bereits berichtet, unter anderem teuren Warteschleifen bei Hotlines einen Riegel vorschieben will. Seit vergangenem September gilt bereits eine Übergangsregelung, nun tritt das Gesetz am Samstag, den 1. Juni 2013, endgĂŒltig in Kraft.

Bei Service-Nummern wie 0180 oder 0900 mĂŒssen ab morgen Warteschleifen komplett kostenlos sein oder es muss ein Festpreis angegeben werden. Bei Gratis-Nummern und normalen Ortsvorwahlen bleiben Warteschleifen erlaubt. Kunden sollen nur fĂŒr erhaltene Leistungen zahlen mĂŒssen und nicht mehr fĂŒr das bloße Warten.

Auch spĂ€tere Warteschleifen, an die man weiter geleitet wird, mĂŒssen kostenlos sein. Bei Service-Nummern werden Verbraucher direkt zu Beginn ĂŒber die voraussichtliche Dauer der Schleife informiert. Die gilt sowohl fĂŒr GesprĂ€che aus dem Festnetz wie auch mit dem Handy. Die Bundesnetzagentur hat zwei neue Nummern eingerichtet: Einmal die 0180-6 fĂŒr eine Abrechnung zum Festpreis und zum anderen die 0180-7 fĂŒr kostenlose Warteschleifen, die maximal 30 Sekunden lang sind.

HĂ€lt sich ein Anbieter nicht daran, drohen Bußgelder von bis zu 100.000 Euro. Kritisiert wurde an dem Gesetz bisher eine existierende LĂŒcke: Dialog-Ansagen mit einem AuswahlmenĂŒ können weiterhin etwas kosten, so dass einige Anbieter diese bereits kĂŒnstlich in die LĂ€nge gezogen hĂ€tten.

Finanzen , , , ,

Ausfall von Internet und Telefon: Schadenersatz!

25. Januar 2013
cc by flickr/ qthrul

cc by flickr/ qthrul

Die meisten Deutschen nutzen tagtĂ€glich das Internet und erledigen darĂŒber auch viele wichtige Dinge. Fallen Internet oder auch der Festnetzanschluss aus, so kann sich dies deutlich auf die Lebenshaltung auswirken. Daher haben Betroffene einen Anspruch auf Schadenersatz, wie der Bundesgerichtshof (BGH) nun in einem Urteil entschied.

Dieses Urteil wird von vielen als durchaus bedeutend gewertet, da nicht nur die Verbraucher mehr Rechte bekommen, sondern damit auch das Internet zu den wenigen WirtschaftsgĂŒtern wird, bei denen ein Ausfall deutliche Auswirkungen auf die Lebensgrundlage habe. Dazu zĂ€hlten bisher in erster Linie WohnhĂ€user und Kraftfahrzeuge.

In dem konkreten Fall hatte ein Mann aus Bayern seinen Anbieter gewechselt und stand danach zwei Monate lang ohne Internet und Festnetz da, wofĂŒr er Schadenersatz verlangte. Die bisherigen Gerichte gewĂ€hrten ihm nur die Kosten fĂŒr dadurch entstandenen Rechnungen und MobilfunkgebĂŒhren. Der BGH hob diese Urteile auf und erklĂ€rte, dass die stĂ€ndige VerfĂŒgbarkeit des Internets heutzutage fĂŒr die Lebensgestaltung von zentraler Bedeutung sei. Wie hoch der Schadenersatz ausfĂ€llt, entschieden die Richter nicht, sondern verwiesen den Fall zurĂŒck an das zustĂ€ndige Landgericht. Experten gehen davon aus, dass der Schadenersatz jedoch nicht sehr hoch ausfallen werde und sich nach den durchschnittlichen Kosten des Internetanschlusses richten werde.

Finanzen , , ,

GĂŒnstige Telefonvorwahl wird zur Kostenfalle

31. Oktober 2012
cc by flickr/ stefan.eissing

cc by flickr/ stefan.eissing

Wer heutzutage immer noch keine Festnetz-Flatrate oder Ähnliches hat benutzt nach wie vor gerne bestimmte Vorwahlen, die das GesprĂ€ch gĂŒnstiger machen sollen. Das Prinzip „Call-by-Call“ ist an sich auch eine gute Sache, nur sollten Verbraucher regelmĂ€ĂŸig einen Blick auf die aktuellen Preise werfen. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weist nun auf einen Fall hin, bei dem sich der vermeintliche Billig-Tarif in einen Wucher-Tarif verwandelte.

Konkret geht es dabei um die Vorwahl 010040, durch die man bisher zu zwei Cent pro Minute telefonierte. Der Anbieter erhöhte jedoch einfach den Preis und etliche Leute fĂŒhrten ihre GesprĂ€che auf einmal fĂŒr 1,99 Euro pro Minute!

So flatterten ihnen laut den VerbraucherschĂŒtzern Rechnungen ins Haus, bei denen ein FerngesprĂ€ch schnell mal 500 Euro kostete. Die VerbraucherschĂŒtzer raten dazu den entsprechenden Betrag von der Telefonrechnung abzuziehen und ihn auf keinen Fall zu bezahlen. Lastschriften sollten zurĂŒckgebucht werden und man legt per Einschreiben Beschwerde gegen die Forderung ein. Zudem sollte man natĂŒrlich seinen regulĂ€ren Telefonanbieter informieren.

Finanzen , , , , ,

Keine Kosten mehr fĂŒr Telefonwarteschleifen!

4. MĂ€rz 2011
cc by fotopedia/ CorrĂȘa Carvalho

cc by fotopedia/ CorrĂȘa Carvalho

Wir alle kennen lÀstige Telefonwarteschleifen, die nicht nur auf die Nerven, sondern auch auf den Geldbeutel gehen. Bereits vor ein paar Monaten hatten wir an dieser Stelle berichtet, dass die Regierung dies abschaffen will. Nun hat das Bundeskabinett endlich einen entsprechenden Gesetzentwurf auf den Weg gebracht.

Voraussichtlich im nĂ€chsten Jahr werden Telefonwarteschleifen generell kostenlos werden, egal ob man aus dem Festnetz oder dem Mobilfunknetz anruft. Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner betonte, dass in einer Warteschleife keine Leistungen erbracht werden und daher dĂŒrften auch keine Kosten anfallen.

Zu dieser Einigung gehört zudem der flĂ€chendeckende Ausbau schnellerer Internetverbindungen und ein leichterer Wechsel des Anbieters von Telefon und Internet. Man wolle den Ärger der Kunden bei einem Wechsel so gering wie möglich halten. In Zukunft dĂŒrfe ein Anbieterwechsel im Festnetz nicht lĂ€nger als einen Kalendertag dauern.

Werde an einem Wohnort die gleiche Leistung angeboten, dĂŒrfe das Unternehmen nicht die Vertragslaufzeit neu beginnen lassen. Ist die Leistung nicht im Angebot, solle dem Kunden ein SonderkĂŒndigungsrecht mit einer Frist von drei Monaten eingerĂ€umt werden. Bis das Gesetz in Kraft tritt ist zumindest bereits eine Übergangslösung fĂŒr die Warteschleifen geplant: Die ersten beiden Minuten in der Warteschleife werden kostenlos sein.

Finanzen, Sparen, Verbraucherpreise , , ,

Mietminderung aufgrund von defektem Telefonanschluss möglich

13. November 2010
cc by wikimedia/ Stepa

cc by wikimedia/ Stepa

Wenn das Telefon auf einmal nicht mehr geht, ist dies mehr als Àrgerlich, vor allem wenn man wichtige Anrufe erwartet. Doch können Mieter in solch einer Situation die Miete mindern? Ja, sagen hier viele Experten.

ZunĂ€chst einmal mĂŒsse man feststellen, ob nur das Signal gestört ist oder das Kabel im Haus selbst defekt ist. Ist Letzteres der Fall, verstĂ€ndigt man den Vermieter. Geht dieser dem Problem nicht nach und es tritt keine Verbesserung ein, kann man die Miete mindern.

Wobei es natĂŒrlich mehr als schwer ist festzustellen, ob das Kabel gerissen oder gebrochen ist. Kann einem die Telefongesellschaft nicht weiterhelfen, muss der Vermieter bei der Lösung des Problems zumindest behilflich sein, bleibt er untĂ€tig, sehen manche Experten hier eine Mietminderung als gerechtfertigt an. Es ist jedoch ein mehr als heikler Fall…

Immobilien , , ,