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Artikel Tagged ‘Tipps’

Anreisekosten f√ľr ein Vorstellungsgespr√§ch: Wer kommt daf√ľr auf?

23. August 2013
cc by flickr/ Rauchbier

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F√ľr ein Vorstellungsgespr√§ch nehmen viele eine lange Anreise in Kauf. Dabei k√∂nnen neben Fahrtkosten schon einmal Kosten f√ľr Hotel und entsprechende Verpflegung aufkommen. Muss man dies alles selbst bezahlen oder kann man die √úbernahme der Kosten vom potentiellen neuen Arbeitgeber verlangen?

Grunds√§tzlich haben Bewerber nach Paragraph 670 BGB ein Anrecht darauf, dass der Arbeitgeber die Kosten f√ľr die Anreise und bei Bedarf auch f√ľr Hotel und Verpflegung √ľbernimmt, egal ob man am Ende genommen wird oder nicht. Doch auch hier gibt es nat√ľrlich ein Aber.

Der Arbeitgeber kann im Vorfeld in der Einladung die √úbernahme der Kosten ausschlie√üen und ist dann nicht mehr dazu verpflichtet. Dies gilt bei einer m√ľndlichen Einladung. Ansonsten werden in der Regel die Kosten f√ľr eine Bahnfahrt zweiter Klasse √ľbernommen. Diese Kostenobergrenze gilt auch bei Fl√ľgen. Am besten erkundigt man sich vor dem Vorstellungsgespr√§ch bei der Personalabteilung, ob die Anreise bezahlt wird.

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Bundesbank: Kaputte Scheine aus Flutkatastrophe werden umgetauscht

19. August 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Das gro√üe Hochwasser im S√ľden und Osten Deutschlands ist nun bereits ein paar Wochen her, doch die Aufr√§umarbeiten sind nat√ľrlich noch l√§ngst nicht abgeschlossen. Dabei werden auch immer wieder Geldscheine gefunden, die die Fluten zwar √ľberlebt haben, aber dabei alles andere als unversehrt blieben. Solche Scheine k√∂nnen bei der Bundesbank eingetauscht werden!

Viele Eurobanknoten sind durch die Flutkatastrophe nass und schlammig geworden. Einige von ihnen sind dadurch zerrissen oder √Ąhnliches. Das Geld ist damit aber nicht gleich wertlos. Wenn noch rund die H√§lfte des Scheins vorhanden ist, nimmt die Bundesbank die Noten entgegen und tauscht sie in den meisten F√§llen anstandslos gegen frisches Bargeld ein.

√úber 100.000 schlammige Banknoten im Wert von rund drei Millionen Euro wurden inzwischen von der Bundesbank ersetzt. Dabei nehmen Experten die Scheine nat√ľrlich genau unter die Lupe um festzustellen, dass sie auch echt sind. Viele der Umtauschgesuche kamen nicht von Privatleuten, sondern von Unternehmen oder Banken, die ebenfalls mit den Wassermassen k√§mpfen mussten.

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Nach Unfall: Selbstständige in der Beweispflicht

16. August 2013
cc by flickr/ heipei

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Wer bei der Arbeit einen Unfall erleidet, muss f√ľr die dadurch entstehenden Kosten in der Regel nicht selbst aufkommen. Selbstst√§ndige haben dabei immer wieder deutlich mehr Probleme. So manch einer greift dabei aus Not zu nicht ganz koscheren Mitteln. Laut einem Urteil des Landessozialgerichts Sachsen-Anhalt geht der Betroffene leer aus, wenn dieser nicht genau darlegen kann, dass es sich um einen Arbeitsunfall handelt.

In dem konkreten Fall ging es um einen selbstst√§ndigen H√§ndler mit Baumaschinen, der sich bei der Montage selbst am Auge mit einem Schraubenzieher verletzte. Obwohl seine private Krankenversicherung ihm kurz vorher gek√ľndigt hatte, wurde er im Krankenhaus als Privatpatient aufgenommen. Auf dem verletzten Auge ist der Mann nun fast blind.

Im Nachhinein behauptete der Mann, er sei zum Zeitpunkt des Unfalls bereits bei der neu gegr√ľndeten Firma seines Bruders als kaufm√§nnischer Angestellter t√§tig gewesen. Die Berufsgenossenschaft erkannte dies jedoch nicht an und weigerte sich daher f√ľr die Kosten aufzukommen. Die Richter sahen dies am Ende √§hnlich: Man habe nicht beweisen k√∂nnen, dass die angebliche Firma des Bruders zu diesem Zeitpunkt bereits existiert habe. Zudem widersprachen sich die Zeugenaussagen und es lagen Arbeitsvertr√§ge in unterschiedlichen Versionen vor.

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Darf die Firma einen aus dem Urlaub zur√ľckholen?

14. August 2013
cc by wikimedia/ Carabaopower

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Dank Handy, Internet und Co. sind viele Arbeitnehmer st√§ndig erreichbar. Doch muss man fr√ľhzeitig seinen Urlaub abbrechen, wenn der Chef dies verlangt? Ein aktuelles Beispiel w√§re dabei das Bahnchaos am Mainzer Hauptbahnhof, wo die Bahn gerade versucht, Mitarbeiter dazu zu bewegen, ihren Urlaub abzubrechen.

Arbeitsrechtlich darf von keinem Mitarbeiter verlangt werden, seinen Urlaub fr√ľhzeitig zu beenden! Von gut bezahlten F√ľhrungskr√§ften mag dies vielleicht verlangt werden, f√ľr ‚Äěnormale‚Äú Arbeitnehmer gilt dies jedoch nicht. Ist der Urlaub einmal angetreten, kann man sich getrost zur√ľcklehnen und muss seinem Chef weder sagen, wo man ist noch f√ľr ihn erreichbar sein.

Eine Ausnahme bildet dabei der absolute Notstand in der Firma, wie zum Beispiel ein Brand oder √Ąhnliches. Entscheidet man sich allerdings daf√ľr, den Urlaub wirklich abzubrechen, sollte man unbedingt √ľber entsprechende Extras und Anreize verhandeln. Ein einmaliger Bonus ist ebenso m√∂glich wie zus√§tzliche Urlaubstage. Zudem sollte man sich zusichern lassen, dass die vers√§umten Urlaubstage nachgeholt werden k√∂nnen und die Firma die Unkosten f√ľr den Abbruch des Urlaubs √ľbernimmt.

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Gesetzliche Unfallversicherung: Impfschäden können Arbeitsunfall sein

2. August 2013
cc by wikimedia/ Kuebi

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Die Möglichkeiten in die Erwerbsunfähigkeit zu rutschen sind fast schon unendlich und so gibt es immer wieder Streit, ob es sich um einen Arbeitsunfall handelte oder nicht. Das Sozialgericht Mainz entschied, dass auch Schäden aus Impfungen als Arbeitsunfall gewertet werden können.

In dem konkreten Fall hatte eine Krankenschwester von ihrem Arbeitgeber die dringende Empfehlung bekommen, sich gegen das Schweinegrippe-Virus H1N1 impfen zu lassen. Dem kam sie auch nach, wurde danach jedoch so krank, dass sie nicht mehr erwerbsfähig war. Die gesetzliche Unfallversicherung weigerte sich, den Impfschaden als Arbeitsunfall anzuerkennen, da die Frau sich ja freiwillig impfen ließ.

Dies lie√ü das Gericht jedoch nicht gelten, denn der Arbeitgeber habe eine dringende Empfehlung zur Impfung ausgesprochen, was daraufhin wohl die meisten Arbeitnehmer befolgen w√ľrden. Es bestehe zudem ein direkter Zusammenhang zwischen ihrer T√§tigkeit als Krankenschwester und der Impfung.

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