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Artikel Tagged ‘Tipps’

EU-B√ľrger: Doppeltes Kindergeld m√∂glich

18. März 2013
cc by flickr/ heymarchetti

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Laut Paragraph 65 des Einkommenssteuergesetzes kann man in Deutschland kein Kindergeld beziehen, wenn man bereits diese Leistungen in einem anderen Land in Anspruch nimmt. Das Finanzgericht K√∂ln hat nun jedoch entschieden, dass diese Regelung so ausgelegt werden muss, dass die ausl√§ndischen Leistungen mit dem deutschen Kindergeld verrechnet werden. Der mehrfache Bezug von Kindergeld ist damit f√ľr EU-B√ľrger m√∂glich.

Damit hat das Gericht die Rechtsprechung des Europ√§ischen Gerichtshof konkretisiert. Hier ging es um einen polnischen Saisonarbeiter, der laut EuGH nicht g√§nzlich vom deutschen Kindergeld ausgeschlossen werden darf. Das K√∂lner Finanzgericht hat diese Regelung nicht nur auf bestimmte F√§lle bezogen, sondern sie gelte grunds√§tzlich f√ľr alle EU-B√ľrger, die von ihrem Freiz√ľgigkeitsrecht Gebrauch machen.

Konkret bedeutet dies, dass alle B√ľrger aus dem EU-Ausland, die ihren Wohnsitz oder gew√∂hnlichen Aufenthalt nach Deutschland verlegt haben, auch dann Kindergeld in Deutschland beantragen k√∂nnen, wenn sie bereits diesen Anspruch in ihrem Heimatland nutzen. Das Kindergeld in Deutschland wird dann jedoch um die ausl√§ndischen Leistungen gek√ľrzt.

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Bahn: Entschädigung auch bei Verspätungen durch höhere Gewalt?

15. März 2013
cc by flickr/ Rauchbier

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Zahlreiche Deutsche regen sich immer wieder √ľber Versp√§tungen bei der Bahn auf. In anderen L√§ndern ist die Situation jedoch meist nicht wirklich besser. Schon bald k√∂nnten die Rechte f√ľr Reisende in der EU jedoch in Sachen Entsch√§digungen bei Versp√§tungen gest√§rkt werden. Jedenfalls zeichnet sich am Europ√§ischen Gerichtshof ein Urteil ab, nach dem Entsch√§digungen in Zukunft auch bei Verz√∂gerungen durch h√∂here Gewalt Pflicht werden sollen.

Konkret geht es dabei um die Allgemeinen Gesch√§ftsbedingungen der √Ėsterreichischen Bundesbahnen, die Entsch√§digungen in F√§llen h√∂herer Gewalt ausschlie√üen. Der EU-Generalanwalt hat sich in dem Verfahren f√ľr eine Entsch√§digungspflicht unter solchen Umst√§nden ausgesprochen. Laut Experten folgt das Gericht in den meisten F√§llen den Empfehlungen des Generalanwalts. Das Urteil w√ľrde sich logischerweise auf alle Bahnen in der EU auswirken.

Nach der aktuellen EU-Verordnung stehen Kunden bei einer Versp√§tung von 60 Minuten 25 Prozent des Fahrpreises zu, bei 120 Minuten sogar 50 Prozent. Bei Wartezeiten von mehr als einer Stunde m√ľssen die Bahnen f√ľr Erfrischungen sorgen und bei Bedarf haben Reisende in solchen F√§llen sogar Anspruch auf ein Hotelzimmer. Bei Ausf√§llen muss eine Transport-Alternative von der Bahn organisiert werden. Die Deutsche Bahn hat sich bereits zum m√∂glichen EU-Urteil ge√§u√üert und betont, dass durch eine Entscheidung f√ľr eine Entsch√§digung in F√§llen h√∂herer Gewalt die Bahn gegen√ľber anderen Verkehrstr√§gern benachteiligt werde.

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Autokauf: Zu hoher Verbrauch berechtigt zu R√ľckgabe

13. März 2013
cc by flickr/ matze_ott

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Angesichts steigender Spritpreise und wachsendem Umweltbewusstsein sind die Verbrauchswerte f√ľr viele Autok√§ufer ein entscheidendes Argument. So h√§ngt der tats√§chliche Verbrauch nat√ľrlich immer von individuellen Faktoren ab, jedoch darf ein bestimmter Wert auch nicht √ľberschritten werden. Verbraucht das Fahrzeug deutlich mehr, als im Prospekt angegeben, so kann der Wagen unter Umst√§nden wieder zur√ľckgegeben werden.

Dies geht aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervor. Im konkreten Fall hatte ein Mann in einem Bochumer Autohaus einen Neuwagen im Wert von rund 20.300 Euro erworben. Im Verkaufsprospekt war der durchschnittliche Verbrauch nach dem g√§ngigen EU-Messverfahren angegeben. Schon nach kurzer Zeit stellte der K√§ufer jedoch fest, dass der Wagen deutlich durstiger war. Das Autohaus versuchte den Mangel zu beheben, jedoch ohne Erfolg. Am Ende trat der Mann vom Kaufvertrag zur√ľck, was der Verk√§ufer so nicht akzeptieren wollte.

Das Autohaus begr√ľndete die Verbrauchswerte durch die individuelle Fahrweise sowie die Zusatzausstattung. Das Gericht sah dies am Ende jedoch anders und entschied in Teilen zu Gunsten des K√§ufers: Nat√ľrlich k√∂nne man nicht davon ausgehen, dass der Verbrauch exakt wie im Prospekt sei, jedoch liege eine Abweichung von √ľber zehn Prozent wie in diesem Fall deutlich √ľber dem Toleranzbereich. Eine R√ľckgabe ist also m√∂glich, jedoch entschied das Gericht, dass 3.000 Euro vom eigentlichen Kaufpreis angezogen werden m√ľssten. Dies m√ľsse der Kl√§ger als Entsch√§digung f√ľr die bisherige Nutzung des Fahrzeugs zahlen.

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Erfahrungen im Bereich DropShipping

12. März 2013
Quelle: dropshipping.de

Quelle: dropshipping.de

Wir haben uns an dieser Stelle bereits das eine oder andere Mal mit dem Handelsprinzip des sogenannten DropShippings besch√§ftigt. Dieses wird im Netz immer beliebter, da die H√§ndler sich nicht selbst um Lagerung und Versand der Ware k√ľmmern m√ľssen, sondern nur als eine Art Mittelsmann zwischen Kunden und Lieferanten auftreten. Ein Prinzip mit vielen Vorteilen, aber wie immer auch durchaus mit Nachteilen.

Auf der Website dropshipping.de kann man derzeit ein Interview mit Alexander Hupe von endlichzuhause.de lesen, der √ľber seine Erfahrungen im Bereich DropShipping berichtet. Vor allem lesenswert f√ľr alldiejenigen, die ebenfalls √ľber die Umstellung auf dieses System nachdenken.

Hupe startete seinen Shop f√ľr Wohnartikel im Jahr 2005 als reines Hobby. Das Unternehmen wurde gr√∂√üer und so wird endlichzuhause.de seit 2007 in Vollzeit betrieben. Im ersten Vollzeit-Jahr packte das Unternehmen noch selbst und hatte immer wieder mit l√§ngeren Lieferzeiten zu k√§mpfen, da sie die Ware aufgrund von mangelndem Platz oft erst nach der Bestellung des Kunden beim Lieferanten orderten. Daraus entstand ein enormer Aufwand, der irgendwann kaum mehr zu schaffen war. Aus diesem Grund stellte Hupe 2008 sein Unternehmen auf DropShipping um.

Im Interview berichtet der Unternehmer √ľber die vielen Vorteile von DropShipping wie dem Sparen von Ressourcen wie Verpackungsmittel, Verpackungstechnik, Lagerraum oder Personal. Gleichzeitig weist er aber auch auf m√∂gliche Nachteile hin wie der nicht zu untersch√§tzende technische Aufwand oder die Abh√§ngigkeit von Lieferanten. Hier kann man das interessante Interview nachlesen…

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ELStAM: Noch einmal Daten genau pr√ľfen!

8. März 2013
cc by wikimedia/ KaterBegemot

cc by wikimedia/ KaterBegemot

Nach einigem Hin und Her ist in diesem Jahr nun endlich die elektronische Lohnsteuerkarte gestartet. Das Verfahren h√∂rt auf den Namen ELStAM und soll so manches f√ľr Arbeitnehmer und Arbeitgeber vereinfachen, denn die alte Lohnsteuerkarte ist damit pass√©. Bereits seit einigen Monaten weisen Experten in diesem Zusammenhang darauf hin, dass bei der √úbertragung der Daten einige Fehler passiert sind und dass Arbeitnehmer unbedingt ihre Daten √ľberpr√ľfen sollen.

Obwohl die meisten im Herbst √ľber ihre gespeicherten Daten informiert wurden, sind wohl immer noch einige gespeicherte Informationen fehlerhaft. Daher weisen Experten noch einmal darauf hin, dass jeder, der es noch nicht getan hat, seine Eintragungen bei ELStAM √ľberpr√ľfen und bei Bedarf √§ndern soll.

Dies ist zum einen m√∂glich, indem man sich direkt an das zust√§ndige Finanzamt wendet oder sich auf elster.de mit seiner Steuer-Identifikationsnummer registriert. Nach der Anmeldung erh√§lt man eine PIN per Post, mit der sich die Daten schlie√ülich einsehen lassen. M√∂gliche Fehler k√∂nnen sich zum Beispiel bei Ehepaaren bei der gew√§hlten Kombination der Steuerklassen eingeschlichen haben oder etwa im Bereich au√üergew√∂hnliche Belastungen f√ľr Unterhaltszahlungen. All dies wird bei Nicht-Korrektur falsch angerechnet.

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