Archiv

Artikel Tagged ‘Umfrage’

Immer mehr Deutsche wandern im Alter aus

27. Februar 2010

Nach einer Studie im Auftrag Postbank sind im Laufe der letzten Jahre seit der Wende noch nie so viele Deutsche ausgewandert. Allein 2008 suchten an die 175.000 das Weite, Tendenz steigend.

13% der über 50-Jährigen wären zu solch einem Schritt bereit. Die meisten geben an, dass der Hauptgrund für das Auswandern Angst vor Altersarmut ist. So geht man also in ein Land, in dem die Lebenshaltungskosten geringer sind.

Oft können sie sich dort dann sogar einen höheren Lebensstandard leisten. Deutlich mehr Selbstständige suchen ihr Glück in anderen Ländern. Bei Beamten oder Angestellten kommt dies seltener vor.

Außerdem wollen tendenziell mehr Männer als Frauen auswandern (Männer 16%, Frauen: 10%). Und auch zwischen West und Ost gibt es unterschiedliche Tendenzen: Während 14% der Westdeutschen das Weite suchen wollen, wollen dies nur 8% der Ostdeutschen.

Allgemein , , , ,

Private Altersvorsorge: Deutsche zahlen immer weniger

23. Februar 2010

In Zeiten von Finanzkrise und Co. scheinen immer mehr Deutsche sich weniger für die private Altersvorsorge zu interessieren bzw. können nur sehr wenig dafür investieren. Doch egal aus welchem Grund, Fakt ist, dass die meisten Deutschen zu wenig für das Alter ansparen.

Dies ergab auch eine Forsa-Umfrage, die Ende letzten Jahres im Auftrag der Dresdner Bank durchgeführt wurde. Befragt wurden hierfür 800 Arbeitnehmer. Auffällig war vor allem, dass die monatlichen Beträge für die private Altersvorsorge immer kleiner werden:

Gaben 2008 noch 38% an, dass sie lediglich 100 Euro pro Monat investieren, sind es 2009 bereits 53%. 22% zahlen 100 bis 200 Euro monatlich und nur 18% mehr als 200 Euro.

Auf die Frage, was sie tun würden, wenn sie 100 Euro mehr im Monat zur Verfügung hätten, gaben lediglich 36% an, dass sie sie zusätzlich in die private Altersvorsorge stecken würden. 2008 waren dies noch 45%. Der Rest würde sie für etwas anderes ausgeben.

Sparen , ,

Tagesgeld gewinnt eindeutig gegen Sparbuch

21. Februar 2010

Die meisten werden die folgenden Umfrageergebnisse wahrscheinlich kaum überraschen: Nach einer aktuellen Umfrage von Faktenkontor und Toluna investieren mehr als die Hälfte aller Deutschen ihr Geld in Tagesgeldkonten. Das gute alte Sparbuch scheint fast schon ausgedient zu haben.

Weniger als ein Drittel ziehen immer noch das Sparbuch dem Tagesgeld vor und nur ein Fünftel der insgesamt 1.000 Befragten setzt auf Aktien als Anlageform.

Eigentlich auch nur logisch und konsequent, dass sich in Zeiten von Finanzkrise und Co. die Anleger auf die sicheren Formen konzentrieren. Auch ihre Renditeerwartungen fallen dementsprechend realistisch aus: Die Hälfte aller Befragten geht 2010 von Zinsgewinnen unter 2% aus.

Wenigstens mit manchen Tagesgeldkonten kann man noch knapp über der 2%-Grenze liegen. Vergleichen und wechseln lohnt sich hier meist.

Geldanlage, Sparen, Tagesgeld, Zinsen , , , , , ,

Das “Sorgenbarometer” der Deutschen

11. Februar 2010

Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des “Stern” für das “Sorgenbarometer” des Magazins lässt nicht gerade auf eine optimistische Stimmung im Land schließen.

Am meisten Sorgen bereitet den Deutschen die wachsende Staatsverschuldung. Ganze 62% gaben an, dass sie u.a. fürchteten, dass der enorme Schuldenberg irgendwann nicht mehr zu tragen sei. 61% erklärten, dass sie sich außerdem um ihre Kinder und deren Ausbildung sorgen.

Die Angst den eigenen Arbeitsplatz zu verlieren ist hingegen im Vergleich zum Dezember zurückgegangen. Hatten dort noch 26% angegeben, Angst zu haben den Job zu verlieren, sind es jetzt nur noch 19%. Trotz allem kommt die Angst vor Arbeitslosigkeit beim “Sorgenbarometer” direkt auf Platz drei: 59% meinen, dass es in nächster Zeit verstärkt zu Entlassungen kommen wird.

Immer noch über die Hälfte der Deutschen (ganze 56%) sorgen sich um unsichere Renten. Auch das Vertrauen in die Politiker hat gelitten: Hatten im November 2009 noch 44% Angst vor einem Versagen der Regierung, sind es nun 55%.

Auf den weiteren Plätzen landen der Zustand der Umwelt (54%), Furcht vor Inflation (44%) und die Sorge, dass die Konjunktur einbrechen könnte (41%). Immer noch zerbrechen sich ganze 39% über mögliche Spannungen mit Ausländern den Kopf und nur 36% haben Angst vor Kriegen mit deutscher Beteiligung.

Allgemein , , , , ,

Erheblicher Aufholbedarf bei der betrieblichen Altersvorsorge

7. Februar 2010

So wie es aussieht haben die meisten deutschen Arbeitnehmer in Sachen betrieblicher Altersvorsorge enorme Wissenslücken und nehmen daher viel zu wenig Möglichkeiten wahr. Dies ergab eine Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge, für die mehr als drei Millionen Beschäftigte befragt wurden.

Die meisten Befragten zeigten sich abgeschreckt von der Komplexität des Themas. Das Geld spiele dabei eine weit untergeordnetere Rolle als bisher vermutet. Die meisten gaben an, sich bestimmte Angebote zur Altersvorsorge sehr wohl leisten zu können, jedoch würden sie sich nicht damit befassen, da sie das Gefühl hätten, allgemein keinen genauen Durchblick zu haben. Hier besteht also dringender Nachholbedarf.

Das einfachste System wäre in diesem Fall das aus den USA übernommene Opting-Out. Hierbei nimmt jeder Arbeitnehmer automatisch an einer Form der betrieblichen Altersvorsorge teil, hat jedoch jeder Zeit das Recht die Zahlungen einzustellen. Doch leider bieten diese Möglichkeit nur rund zehn Prozent der deutschen Unternehmen an.

Desweiteren bemängelten die Experten, dass die betriebliche Altersvorsorge in Deutschland kaum Raum zur Individualisierung lasse. Nur ein einziger Konzern in diesem Land bietet seinen Mitarbeitern eine freie Mitsprache bei der Vermögensaufteilung an. Die Selbstbestimmung der Arbeitnehmer muss demnach viel mehr in den Vordergrund gerückt werden.

Arbeitsrecht , , , , ,