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Artikel Tagged ‘Unfallversicherung’

Kein Warndreieck: Mitschuld bei Unfall!

25. November 2013
cc by wikimedia/ Roulex 45

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Wer auf der Autobahn eine Panne hat oder sich mit einem medizinischen Notfall konfrontiert sieht, der sollte sobald wie möglich unbedingt daran denken, die nötigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen. Dazu gehört auch das Aufstellen eines Warndreiecks, denn sonst trÀgt man bei ein em Unfall die Mitschuld, wie aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm hervorgeht.

In dem konkreten Fall hatte ein LKW-Fahrer an einem AutobahnstĂŒck des Berliner Rings plötzlich anhalten mĂŒssen, da er sich ĂŒbergeben musste. Danach hatte er seinen Wagen gereinigt und dabei nur die Warnblinkanlage eingeschaltet. Der Fahrer eines Sattelzugs bemerkte zu spĂ€t, dass der LKW stand und streifte daher das Fahrzeug. Dabei entstand ein Schaden in Höhe von 29.000 Euro.

Die Haftpflichtversicherung des auffahrenden Fahrers ĂŒbernahm die HĂ€lfte des Schadens, die andere sollte der stehengebliebene LKW-Fahrer tragen, da er kein Warndreieck aufgestellt hatte. Das Gericht sah dies genauso. In solch einem Fall mĂŒsse man alle notwendigen Sicherheitsvorkehrungen treffen, wozu ein Warndreieck unbedingt gehöre. Am besten wĂ€re es jedoch so schnell wie möglich weiterzufahren.

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Stiftung Warentest: Senioren-Unfallversicherung im Test

24. Mai 2013
cc by flickr/ Ed Yourdon

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Nach einem schweren Unfall sind die meisten froh, wenn sie gut versichert sind. Besonders schwer trifft es hier jedoch in der Regel Àltere Menschen, die womöglich auch noch alleinstehend sind. Hier kann eine spezielle Senioren-Unfallversicherung Sinn machen. Die Stiftung Warentest hat sich 32 verschiedene Tarife verschiedener Anbieter nÀher angesehen.

Als Basis fĂŒr den Test diente ein Leistungs-Mindestumfang, den jedes gute Angebot umfassen sollte. Dazu gehören in den Augen der Stiftung Warentest zum Beispiel Hilfe beim Einkaufen und bei der Körperpflege, ein Essensservice sowie regelmĂ€ĂŸige Begleitungen zum Arzt. All dies sollte fĂŒr einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten angeboten werden. Einige Tarife wĂŒrden jedoch noch weitere Leistungen wie etwa die Betreuung der Haustiere mit einschließen.

Am Ende ĂŒberzeugten fĂŒnf Tarife die Experten. Besonders gut und gleichzeitig gĂŒnstig waren der Tarif „Exklusiv-Aktiv“ der Signal Iduna sowie der Schutzbrief der ARAG. Ein wenig teurer, aber ebenso gut in Sachen Leistungen schnitten zudem die entsprechenden Tarife der ERGO, der Bayerischen und der Allianz ab. Generell rĂ€t die Stiftung Warentest beim Abschluss einer Senioren-Unfallversicherung darauf zu achten, dass wichtige Hilfen auch wirklich direkt im Leistungsumfang enthalten sind und nicht nur vermittelt werden.

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Gesetzliche Unfallversicherung: Nur eingeschriebene Studenten sind abgesichert

14. Februar 2013
cc by flickr/ this.is seba

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Nicht jeder, der an einer UniversitĂ€t Veranstaltungen besucht, ist automatisch ein immatrikulierter Student. Seit Jahrzehnten gibt es daher Streitigkeiten um die Frage, ob auch fĂŒr nicht eingeschriebene Studierende bei einem Unfall die gesetzliche Unfallversicherung zustĂ€ndig ist. Diese Debatten hat nun das Bundessozialgericht beendet.

Immatrikulierte Studenten stehen genauso wie Arbeitnehmer unter dem Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Laut der aktuellen höchstrichterlichen Entscheidung gilt dies nicht fĂŒr Personen, die an der UniversitĂ€t gewisse Veranstaltungen besuchen, aber dort nicht eingeschrieben sind.

In dem konkreten Fall hatte eine Frau bis zum Jahr 1988 Kunstgeschichte studiert. Nach ihrem Studium besuchte sie im darauffolgenden Wintersemester eine Vorlesung und ein Seminar. Im Januar 1989 besuchte sie auf eine Empfehlung hin einen freiwilligen Gastvortrag und wurde auf dem Heimweg von der UniversitÀt vergewaltigt. Jahre spÀter hatte sie immer noch mit den psychischen Folgen zu kÀmpfen und forderte daher von der zustÀndigen Berufsgenossenschaft eine EntschÀdigung.

Als Studentin sei sie auf dem Heimweg von der UniversitÀt versichert gewesen. Die Uni und auch am Ende die Richter sahen dies jedoch anders: Nur immatrikulierte Studenten seien den Ausbildungsregelungen einer Hochschule unterworfen und damit versichert.

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Unfall bei Raucherpause: Kein Arbeitsunfall!

6. Februar 2013
cc by flickr/ matze_ott

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Wer sich auf dem Hin- oder RĂŒckweg zur Arbeit und natĂŒrlich direkt an der ArbeitsstĂ€tte verletzt, fĂ€llt unter den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Doch es gibt hier natĂŒrlich auch Ausnahmen, wie zum Beispiel Raucherpausen. Laut einem Urteil des Berliner Sozialgerichts gehört Rauchen zum persönlichen Lebensbereich, weshalb eine Verletzung dabei nicht als Arbeitsunfall gewertet werden kann.

In dem konkreten Fall hatte sich eine Pflegehelferin in einem Berliner Seniorenheim fĂŒr eine Zigarette vor die TĂŒr nach draußen begeben. Auf dem RĂŒckweg stieß sie in der Eingangshalle mit dem Hausmeister zusammen, woraufhin dieser einen Eimer Wasser fallen ließ. Die Frau rutschte aus und brach sich beim Sturz den Arm.

Da sie an ihrem Arbeitsplatz gestĂŒrzt war, handelte es sich in den Augen der Frau um einen Arbeitsunfall, doch die zustĂ€ndige Berufsgenossenschaft sah dies anders. Die Richter teilten letztere Auffassung: Beim Rauchen handle es sich um den Konsum von Genussmitteln, weshalb dies unter den privaten und nicht den beruflichen Lebensbereich falle. Im Gegensatz zu zum Beispiel Essen und Trinken, das zum Erhalt der Arbeitskraft wichtig sei, stehe die Entscheidung zu rauchen oder nicht jedem frei.

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Mobbing: Keine Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung

2. Januar 2013
cc by flickr/ Sander van der Wel

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Auch wenn in den Medien nicht mehr so stark darĂŒber berichtet wird, etliche Deutsche leiden nach wie vor unter Mobbing, wie zum Beispiel durch Kollegen am Arbeitsplatz. Auf Zahlungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung können Betroffene jedoch nicht hoffen, wie das Hessische Landessozialgericht in Darmstadt entschied.

In dem konkreten Fall wurde eine Frau an ihrem Arbeitsplatz von ihren Kollegen ĂŒber einen lĂ€ngeren Zeitraum gemobbt, was bei ihr zu massiven psychischen Problemen fĂŒhrte. Ein Psychologe diagnostizierte daraufhin bei der Frau eine Depression aufgrund der deutlichen Belastung am Arbeitsplatz. Die Frau verlangte daher von der gesetzlichen Unfallversicherung eine EntschĂ€digung.

Die Richter sahen dies am Ende jedoch anders: Mobbing sei natĂŒrlich ein schwerwiegendes Problem, jedoch könnten die Folgen weder als Berufskrankheit noch als Arbeitsunfall gelten, da Mobbing ĂŒberall, sowohl in allen Berufsgruppen als auch privat vorkommen könne und zudem nicht auf ein einzelnes Ereignis zeitlich beschrĂ€nkt sei.

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