Vor nicht all zu langer Zeit haben wir über das inoffizielle Spiel zur Bundestagswahl “Verballer die Staatsknete” berichtet.
Jetzt gibt es dazu eine Neuigkeit.
Neu ist folgendes: Unter allen Spielern, die bis zum Wahltag am 30. September kräftig Staatsgelder verschleudern, verlost die Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM) eine „Dienstwagen-Affäre“: Einen Tag in einer Limousine mit Chauffeur. Neu ist außerdem, dass nach dem Spiel abgerechnet wird: Am Schluss wird angezeigt, wer die meiste Staatsknete abbekommen hat; Rentner, Schulen, Bauern, der Bergbau, die Autoindustrie oder die Banken? Jetzt ist der Bürger am Drücker und entscheidet, wofür die Staatsknete verballert wird.
Hintergrund: Die INSM hatte das Spiel „Fantastic Five – Verballer die Staatsknete“ im Sommer präsentiert, um auf die dramatisch steigenden Staatsschulden hinzuweisen und die Politik zum Maßhalten aufzufordern. Der Spieler steuert einen der fünf Spitzenpolitiker Merkel, Müntefering, Westerwelle, Roth oder Lafontaine und verballert per Mausklick Geldpakete an Bittsteller. Über 400.000 Mal wurde die Erstauflage von „Fantastic Five – Verballer die Staatsknete“ bislang gespielt.
Anlegerschutz Verballer die Staatsknete
Einmal Geld verprassen dürfen wie ein Spitzenpolitiker – kein Problem. Zumindest im Politikspiel „Verballer die Staatsknete” der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Dabei schlüpft der Spieler in die Rollen der „Fantastic Five” Angela Merkel, Franz Müntefering, Claudia Roth, Guido Westerwelle oder Oskar Lafontaine und ballert mit Geldpaketen auf Ziele wie Opelfahrer, Rentner, Banker und Unternehmer – Ähnlichkeiten zu realen Persönlichkeiten sind nicht ausgeschlossen.
Das Ganze hat nach Angaben der INSM einen ernsten Hintergrund: Der Bund wird in den kommenden fünf Jahren neue Schulden in Höhe von insgesamt 310 Milliarden Euro auftürmen. Allein für 2010 sieht der Haushalt von Finanzminister Steinbrück mit 86 Milliarden Euro die höchste Neuverschuldung in der Geschichte der Bundesrepublik vor. Mit dem ironischen Ballerspiel will man deshalb auf allzu freigiebige Ausgaben auf Kosten der Steuerzahler aufmerksam und warnt die Politiker vor weiteren Wahlkampfgeschenken auf Pump.
Beim Spiel darf jeder ran an die Konjunkturpakete. Dabei gilt: Wer die meisten Euros raushaut, hat sich einen Eintrag in die Hitliste und den Glückwunsch „Du könntest Politiker werden” redlich verdient.
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