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Artikel Tagged ‘Vertr√§ge’

Fehlerhafte Auskunft bei der Schufa tritt immer häufiger auf!

7. August 2014

flickr.com / Tomas Caspers

Die Schufa-Auskunft kann bei vertraglichen Angelegenheiten von gro√üer Bedeutung sein. Umso schlimmer, wenn die Auskunft jedoch fehlerhaft ist. Dies hat vor allen Dingen f√ľr Verbraucher ernste Folgen.

Fehlerhafte Schufa-Auskunft nicht selten!

Die F√§lle in denen fehlerhafte Ausk√ľnfte seitens der Schufa herausgegeben werden, h√§ufen sich. So wurde beispielsweise einer Redakteurin die Nutzung einer Kreditkarte beim Bonussystem Paypack vermerkt. Allerdings besa√ü die Dame niemals eine Kreditkarte bei diesem Anbieter. Die Schufa bekam jedoch Informationen zu einer Einrichtung eines Dauerkontos. Die Auskunft war fehlerhaft, wie es bereits auch in anderen F√§llen auftrat. Wenn in der Auskunft getilgte Kredite nicht vermerkt werden oder Daten nicht oder gar fehlerhaft eingetragen sind, kann das f√ľr Verbraucher schnell zum Problem werden. So kann zum Beispiel die Folge sein, dass Mietvertr√§ge nicht erstellt werden k√∂nnen oder Antr√§ge bei Kreditanbietern abgelehnt werden.

Was sich empfiehlt! – Selbst √úberblick halten

Die Redakteure bei handelsblatt.com f√ľhrten Stichproben durch. Diese ergaben, dass sogar f√ľnf von zehn Ausk√ľnfte Fehler aufweisen. Die Zahl ist beeindruckend hoch und somit k√∂nnte jeder zweite betroffen sein. Deshalb ist es ratsam, die Daten selbst im √úberblick zu halten und so Fehler selbst zu erkennen. Nur durch eine Selbstkontrolle k√∂nnen die fehlerhaften Daten bei der Schufa-Auskunft ausfindig gemacht werden.

Im Archiv der Schufa sind Daten √ľber die Bonit√§tsnoten von 66.3 Millionen Personen vorhanden. Wie diese errechnet werden, ist bis heute allerdings nicht bekannt. Wer sich einen √úberblick verschaffen will, kann eine Selbstauskunft beantragen.

Die Ursachen der fehlerhaften Ausk√ľnfte

Der Pressesprecher der Schufa nahm Stellung gegen√ľber dem Handelsblatt. Dabei wurde betont, dass die Schufa daran arbeiten w√ľrde, die Qualit√§t der Daten sorgf√§ltig zu kontrollieren und so eine Richtigkeit zu gew√§hrleisten. Die Ursachen selbst sind jedoch menschlichen Versagens bei den meldenden Unternehmen geschuldet. So beispielsweise beim Fall, der sich bei einer Frau ereignete. Diese er√∂ffnete als Jugendliche bereits ein Giro-Konto. In der Schufa-Auskunft wurde allerdings vermerkt, dass das Giro-Konto im Jahr 2009 er√∂ffnet wurde. Der Fehler liegt bei der Bank. Nach einer Umstellung des Kontos wurde das Konto der Frau als Neuer√∂ffnung eingetragen. Auf derartige F√§lle hat die Schufa keine Auswirkung, da sie lediglich die gemeldeten Daten eintr√§gt.

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Lotto: Tippgemeinschaften am besten nur mit Vertrag

17. Mai 2012
cc by flickr/ micora

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Etliche Menschen spielen Woche f√ľr Woche Lotto, weil sie auf den gro√üen Gewinn hoffen. Da diese Wahrscheinlichkeit jedoch sehr gering ist, sehen es die meisten logischerweise eher als Spa√ü. Oft tun sich dabei auch mehrere Leute wie Familienmitglieder, Kollegen oder Freunde zu einer Tippgemeinschaft zusammen. Doch so viel Vertrauen man untereinander auch hat, leider h√∂rt beim Geld meist der Spa√ü auf.

Experten raten daher dazu, dass sich Tippgemeinschaften durch einen Vertrag absichern. Kommt dann n√§mlich doch der unerwartete Gewinn ist alles vorher gekl√§rt und die Freude wird nicht durch Streitigkeiten getr√ľbt. Solch ein Vertrag muss gar nicht aufwendig sein. Entsprechende Muster kann man sich zum Beispiel direkt auf den Seiten der Lottogesellschaften der Bundesl√§nder herunterladen. Am Ende geht es nur darum, einen Beweis f√ľr den Fall der F√§lle in den H√§nden zu halten.

Zudem sollte die Gruppe einen Organisator bestimmen, der das Geld sammelt, es weitergibt, Belege aufbewahrt und nat√ľrlich den Tippschein abholt. Am Ende kann n√§mlich auch dies ein Streitpunkt sein, wenn sich alle verantwortlich f√ľhlen und am Ende k√ľmmert sich doch keiner. Also, viel Gl√ľck beim Lottospielen, aber dies bei Tippgemeinschaften auf keinen Fall zu sehr auf die leichte Schulter nehmen!

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Unverheiratete Paare: Lebensumstände vertraglich regeln

19. September 2011
cc by flickr/ mikebaird

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Immer mehr Paare in Deutschland entscheiden sich f√ľr eine Lebensgemeinschaft ohne Trauschein. Dies hat viele Vorteile, aber leider auch gleicherma√üen viele Nachteile, denn egal wie lange man ein Paar ist bzw. war, vor dem Gesetz werden die wie zwei Fremde behandelt. Daher sollte man unbedingt bestimmte Lebensumst√§nde fr√ľhestm√∂glich vertraglich regeln.

Schon beim Zusammenziehen k√∂nnen die ersten Stolpersteine gelegt werden. Unterschreiben beide den Mietvertrag kann die Wohnung nur von beiden gek√ľndigt werden. So hat der Vermieter das Recht, m√∂gliche Schulden von nur einem einzutreiben. Ist ein Partner bei dem anderen eingezogen ohne den Mietvertrag zu unterschreiben, kann derjenige im Streitfall einfach vor die T√ľr gesetzt werden. Ein Untermietvertrag ist hier eine gute L√∂sung.

Bei gemeinsamen Kindern empfiehlt es sich bereits vor der Geburt das gemeinsame Sorgerecht zu beantragen, denn auch hier wird im Falle einer Trennung die Sorgerechtsfrage ohne Trauschein unter Umständen kompliziert.

Nach einer Trennung besteht zudem kein Anspruch auf Unterhalt oder einen Versorgungsausgleich. Ein Testament ist in einer nicht-ehelichen Lebensgemeinschaft ebenfalls sehr wichtig, denn ohne solch ein Dokument hat der langjährige Partner keinen rechtlichen Anspruch auf ein Erbe.

All diese Fragen und noch mehr m√ľssen vertraglich festgehalten werden. Daf√ľr sollten sich Paare unbedingt an einen Fachmann wenden, da die jeweilige Lage auf einen individuell zugeschnitten werden muss.

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