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Artikel Tagged ‘Wirtschaftskrise’

Bitcoin: Diskussion um digitale W├Ąhrung

15. Juni 2011
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W├Ąhrend in den letzten Jahren, vor allem nach der Wirtschaftskrise, hier und da regionale, alternative Zahlungsmitteln eingef├╝hrt wurden, war es nur eine Frage der Zeit bis dies auch im virtuellen Raum geschieht. Seit 2009 gibt es das Projekt Bitcoin. Bitcoins, kurz BTC, sind nichts anderes als eine alternative digitale W├Ąhrung.

Sie werden durch eine Technik verschl├╝sselt, die rechen- und zeitaufwendig ist, und somit die Bitcoins ÔÇ×unkopierbarÔÇť machen soll. Der Kurs im Vergleich zu herk├Âmmlichen W├Ąhrungen ergibt sich aus Angebot und Nachfrage in den entsprechenden Tauschb├Ârsen. Die Zahl der W├Ąhrungseinheiten ist auf 21 Millionen begrenzt. Der Kurs stieg stetig.

Klar, dass um solch eine alternative W├Ąhrung schnell ein Streit entbrennt. W├Ąhrend die einen es als durchaus interessantes Projekt sehen, das bisher ganz gut funktioniert, f├╝rchten die anderen eine Untergrabung der bisherigen W├Ąhrung und damit auch des Staates. So spricht sich beispielsweise immer wieder der Verband Digitale Wirtschaft (BVDW) f├╝r ein gesetzliches Verbot der Bitcoins bzw. anderer ÔÇ×Ersatzw├ĄhrungenÔÇť aus.

Durch die Bitcoins w├╝rde der Staat seine Kontrollfunktion verlieren und Steuerhinterziehung und Geldw├Ąsche w├╝rden beg├╝nstigt. Die Bef├╝rworter des Projekts halten entgegen, dass man auch mit dem normalen Geld kriminelle Machenschaften betreiben k├Ânne. Nun gut, langfristig wird sich zeigen, ob sich Projekte wie Bitcoin durchsetzen k├Ânnen. Noch ist es eher ein Nischenprodukt und insgesamt ein interessanter Ansatz.

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Deutsche Rentenversicherung: Die Nullrunden sollen bald ein Ende haben

19. Juli 2010

In diesem Jahr bleibt den rund 20 Millionen Rentnern in Deutschland nichts anderes ├╝brig als sich mit einer Nullrunde zufrieden zu geben. Da das Defizit in diesem Jahr nach aktuellen Sch├Ątzungen rund zwei Milliarden Euro betragen wird, vor allem aufgrund von r├╝ckl├Ąufigen L├Âhnen, h├Ątten die Altersbez├╝ge eigentlich sogar sinken m├╝ssen. Dies ist aufgrund der Rentengarantie der gro├čen Koalition jedoch nicht der Fall.

Angesichts dieser Zahlen wundert es einen dann schon ein wenig, dass der Pr├Ąsident der Deutschen Rentenversicherung, Herbert Rische, gegen├╝ber dem ÔÇ×TagesspiegelÔÇť sagte, dass er in den n├Ąchsten Jahren mit keinen Nullrunden rechne.

Die Zahlen w├╝rden sich trotz des Defizits gut entwickeln und die Wirtschaftskrise sei an den Rentenversicherungen so gut wie vorbeigegangen. Die L├Âhne w├╝rden steigen, was sich dann nat├╝rlich auch positiv auf die Rentenzahlungen auswirken w├╝rde.

All diese Aussagen sind angesichts der unsicheren Wirtschaftslage jedoch wohl eher mit Vorsicht zu genie├čen, zudem liegen noch keine genauen Zahlen vor. Positiv ├Ąu├čerte sich Rische au├čerdem ├╝ber die Umstellung auf die Rente mit 67. Das Durchschnittsalter f├╝r einen Renteneintritt l├Ąge jetzt schon bei 63 Jahren. Auch in Sachen Arbeitspl├Ątze f├╝r ├ältere w├╝rde sich einiges tun. Viele Unternehmen w├╝rden mit einem Blick auf die demographische Entwicklung schon jetzt versuchen Besch├Ąftigte zu halten.

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Droht Spanien bald ein ├Ąhnliches Schicksal wie Griechenland?

5. Mai 2010

Aktuell wird noch ├╝ber die Pleite von Griechenland und das europ├Ąische Hilfspaket diskutiert, da ├Ąu├čern auch schon Experten aus der Finanzwelt bedenken, dass es bald auch anderen Staaten so ergehen k├Ânnte. Spaniens Wirtschaft befindet sich zum Beispiel immer noch in der Rezession. Droht dem Land nun ein ├Ąhnliches Schicksal wie Griechenland.

Die Experten bef├╝rchten ja, denn immer mehr ├Ąu├čern Zweifel dar├╝ber, dass Spaniens Ministerpr├Ąsident Jos├ę Luis Rodr├şguez Zapatero das wachsende Halshautdefizit nicht mehr in den Griff bekommt.

Am Dienstag sank an der Madrider B├Ârse der Aktienindex Ibex um 3,3 % und purzelte damit auf den niedrigsten Stand des Jahres. Gleichzeitig ist in letzter Zeit die Arbeitslosenquote auf ├╝ber 20% gestiegen!

Hinzu kommen nun noch die Staatshilfen f├╝r Griechenland, denn trotz seiner Situation muss Spanien f├╝r die Rettung Griechenlands 9,8 Milliarden Euro aufbringen. So manch einer vermutet nun, dass auch Spanien bald ein Rettungs-Paket n├Âtig habe. Zapatero wies dies zwar entschieden zur├╝ck, aber angesichts der aktuellen Lage ist dies gar nicht so unwahrscheinlich. Wollen wir das Beste hoffen…

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Prognose der Staatseinnahmen sieht noch d├╝sterer aus als erwartet

27. April 2010

Am 6. Mai wird der Arbeitskreis Steuersch├Ątzung die Prognosen f├╝r die Einnahmen des deustchen Staates bis zum Jahr 2014 vorlegen. Schon jetzt wurde bekannt, dass diese ab dem Jahr 2011 sogar noch schlechter ausfallen wird als von allen erwartet.

Ab 2011 werden dem Staat Jahr f├╝r Jahr bis zu neun Milliarden Euro fehlen! Schon in diesem Jahr werden die Einnahmen geringer als bisher gedacht ausfallen. Sie belaufen sich voraussichtlich auf 513 bis 515 Milliarden Euro, sprich sechs Milliarden weniger als noch im Krisenjahr 2009. Die Experten rechnen zwar ab 2011 wieder mit ein wenig mehr Einnahmen, jedoch starten diese auf einem viel geringerem Niveau.

Von der Sch├Ątzung Anfang Mai will die Regierung die Details zur geplanten Steuerreform abh├Ąngig machen. Trotz dieser d├╝steren Aussichten h├Ąlt die FDP immer noch an ihren Pl├Ąnen zu Steuersenkungen fest…

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Kommt uns Griechenland teuer zu stehen?

13. April 2010

Gestern haben wir an dieser Stelle ja bereits ├╝ber die beschlossenen Staatshilfen f├╝r Griechenland berichtet. Nun f├╝rchten etliche Politiker, dass der Notfallplan f├╝r Griechenland vor allem uns Steuerzahler stark belasten wird.

Die Union ist sich offenbar sicher, dass die Hilfen an Griechenland gezahlt werden w├╝rden. Von den 30 Milliarden Euro Krediten soll Deutschland 8,4 Milliarden Euro ├╝bernehmen. Ein Sprecher der Union betonte, dass dies bei f├╝nf Prozent Zinsen f├╝r Deutschland ein gutes Gesch├Ąft sei. Wenn Griechenland komplett Pleite gehe, dann w├╝rde es uns alle noch viel mehr kosten.

Kritik kommt vor allem von Seiten der Opposition. Ein Sprecher der SPD vermutet nun aber, dass durch die potentielle Geldspritze f├╝r das hochverschuldete Land massive Belastungen auf den Steuerzahler zukommen werden, da auch Deutschland in Zukunft f├╝r seine Anleihen h├Âhere Zinsen zahlen m├╝sse. Ja, sogar von einer Staatsfinanzierungskrise war die Rede…

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