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Artikel Tagged ‘Zinsen’

Banksparverträge: Vertrag kritisch hinterfragen

28. Juni 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Viele Deutsche haben vor Jahren Banksparvertr√§ge abgeschlossen, die damals noch gute Zinsen von vier Prozent oder mehr boten. Damit die Kunden die langen Laufzeiten von 20 oder 25 Jahren durchhalten, wurden Bonuszinsen in Aussicht gestellt. Verbrauchersch√ľtzer raten aktuell allen Bankkunden, bei denen die Banksparvertr√§ge demn√§chst auslaufen, die Vertragsklauseln kritisch zu pr√ľfen.

Die Banken r√§umen sich dort in der Regel ein, die Zinsen des entsprechenden aktuellen Zinsniveaus anzupassen. Dies ist ihr gutes Recht, jedoch geschieht dies in vielen F√§llen leider durchaus willk√ľrlich und zum Vorteil der Banken. Oft werden Zinsen einem sinkenden Niveau deutlich rascher angepasst als einem steigenden. Dies sei laut Experten nicht rechtens.

Ein kritischer Blick in den Vertrag kann sich f√ľr Verbraucher also durchaus lohnen. Klauseln mit dem Zusatz ‚Äězur Zeit‚Äú seien zum Beispiel anfechtbar. Die Banken m√ľssen zudem einen nachvollziehbaren Referenzzins nennen. Das Verh√§ltnis von Spar- und Referenzzins muss die ganze Laufzeit √ľber gleich bleiben. Kunden haben das Recht, die Bank aufzufordern die entsprechenden Zinsanpassungen zu erkl√§ren. Oft k√∂nnten Kunden auf Nachzahlungen hoffen. Leider f√ľrht der Weg dahin oft √ľber das Gericht oder den zust√§ndigen Ombudsmann.

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Bei der Krankenkasse in der Kreide: Zinsen werden gesenkt

12. April 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Laut aktuellen Zahlen können immer mehr Deutsche ihre Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung nicht mehr zahlen. Insgesamt belaufen sich die Schulden der Versicherten bei den Kassen auf fast 2,2 Milliarden Euro. Hinzu kommen weitere 2,4 Milliarden Euro, die dadurch zustande gekommen sind, dass sich Arbeitgeber aufgrund von zum Beispiel Zahlungsschwierigkeiten die Sozialversicherungsbeiträge nicht mehr leisten können.

Wer als Einzelperson die Krankenkassenbeitr√§ge nicht mehr aufbringen kann, musste bisher sage und schreibe f√ľnf Prozent Zinsen im Monat zahlen! Alleine dieser Umstand treibt die meisten immer weiter in die Schuldenspirale. In dieser Woche beschloss das Bundeskabinett den Jahreszins von 60 Prozent auf nun zw√∂lf Prozent zu senken. Es wird also wie bei den Arbeitgebern nur ein Prozent im Monat f√§llig.

In den Augen vieler Experten l√∂st dies jedoch nicht das grunds√§tzliche Problem: Die meisten s√§umigen Zahler sind Selbstst√§ndige, die die hohen Beitr√§ge oft nur schwer aufbringen k√∂nnen. Dies liegt unter anderem am Mindestbeitrag. Wer zum Beispiel nur 700 Euro Einnahmen im Monat hat, muss trotzdem rund 300 Euro f√ľr Kranken- und Pflegeversicherung zahlen, da man als freiwillig versicherter Selbstst√§ndiger auf entsprechende Mindesteinnahmen gesch√§tzt wird, egal wie weit man unter dem Betrag liegt. Wer hier nicht das Gl√ľck hat, zum Beispiel in der K√ľnstlersozialkasse zu sein, hat schnell gro√üe Probleme. Zwar kann man beantragen, dass der Beitrag heruntergesetzt wird, was jedoch viele Kassen einfach ablehnen.

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Festgeld: Zum Teil durchaus sinnvolle Angebote

2. April 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Momentan haben es Sparer alles andere als leicht. Die Zinsen bei sicheren Anlageformen wie Tages- oder Festgeld sind auf einem historischen Tiefstand und liegen damit unterhalb der Inflationsrate. Das bedeutet, dass das Geld stetig an Kaufkraft verliert, denn Zinsen sollten immer nach M√∂glichkeit √ľber der Inflationsrate liegen, um diese mindestens auszugleichen.

Trotzdem r√§t die unabh√§ngige Finanzberatung FMH Kunden, durchaus die Augen nach guten Festgeldangeboten offen zu halten. Einige Banken w√ľrden derzeit durchaus Angebote mit Zinsen oberhalb der Inflationsrate von aktuell 1,5 Prozent anbieten. Wer sein Geld zum Beispiel ein Jahr oder drei Jahre fest anlegt, muss sich in dieser Zeit keine Sorgen um die Zinsen machen, denn beim Festgeld bleiben diese konstant.

Zu beachten ist allerdings, dass einige Banken nicht automatisch dar√ľber informieren, dass das Festgeld ausl√§uft. Wer sich hier nicht selbst darum k√ľmmert, dem kann es passieren, dass das Institut das Geld autokratisch f√ľr noch einmal den selben Zeitraum anlegt.

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Lebensversicherungen: Probleme bei Garantiezins?

9. November 2012
cc by flickr/ micora

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Wer eine klassische Lebensversicherung abschlie√üt, der erh√§lt eine Garantie, eine bestimmte Mindestverzinsung zu erhalten abz√ľglich der anfallenden Kosten. Zudem werden Kunden an √úbersch√ľssen beteiligt. Bereits seit l√§ngerer Zeit bezweifeln jedoch einige Experten, dass die Lebensversicherer angesichts der Krise wirklich diese Bedingungen erf√ľllen k√∂nnen.

Nun tauchten in diesen Tagen auch noch Medienberichte auf, in denen es hieß, dass einige Lebensversicherer angeblich den Garantiezins ihren Kunden nicht mehr in voller Höhe auszahlen können. Außerdem soll es vorkommen, dass Kunden neue Policen mit schlechteren Konditionen zum Tausch angeboten werden.

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) hat diese Berichte nun dementiert. Es sei falsch, dass immer mehr Versicherer den Garantiezins nicht zahlen können. Zudem gebe es keine Strategie, Kunden zu einem Wechsel in neue Verträge zu bewegen. Der Bund der Versicherten hingegen hat hier ganz andere Erfahrungen gemacht und hat Letzteres bestätigt.

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Mietshaus mit Verlust verkauft: Kreditzinsen weiter steuerlich absetzen

17. Oktober 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Wer ein Mietshaus besitzt und damit auch Einnahmen aus der Vermietung erzielt, zahlt daf√ľr Einkommenssteuer. Wer als Vermieter das Mietshaus jedoch durch einen Kredit finanziert hat, kann die entsprechenden Zinsen als Werbungskosten von der Steuer absetzen. Was passiert jedoch, wenn ich das Haus mit Verlust verkaufe, ich von dem Geld also nicht das Darlehen abbezahlen kann? Dar√ľber hat vor kurzem der Bundesfinanzhof entschieden und seine bisherige Auffassung revidiert.

Die Richter entschieden, dass in solch einem Fall die Zinsen auch noch nach dem Verkauf von der Steuer abgesetzt werden d√ľrfen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Haus mit Verlust verkauft wurde, also, dass man noch Zinsen f√ľr das Darlehen zahlt, obwohl das Haus schon lange nicht mehr im eigenen Besitz ist.

Konkret hatte in dem verhandelten Fall ein Mann im Jahr 2004 ein Wohngeb√§ude erworben, das er in den darauf folgenden Jahren vermietet hatte. 2001 verkaufte er das Haus jedoch, wobei der Immobilienkredit durch den erzielten Verkaufspreis nicht komplett getilgt werden konnte. So kam es, dass er 2004 immer noch Zinsen f√ľr ein Haus zahlte, das gar nicht mehr seines war. Er wollte die nachtr√§glichen Schuldzinsen weiter von der Steuer absetzen, doch das zust√§ndige Finanzamt weigerte sich. Der BFH sah dies am Ende anders. Experten raten nun allen, denen es √§hnlich ergeht, Widerspruch gegen den entsprechenden Steuerbescheid einzulegen.

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