Zinssatz– und Währungsswaps – Existenzbedrohende Form der Geldanlage für Privatanleger
Die Finanzmarktkrise hat vielen Anlegern offenbart, dass die ihnen von ihren Bankberatern als sicher und risikolos empfohlenen Geldanlagen oftmals hochspekulative Anlagen mit erheblichen Risiken, bis hin zum Totalverlust, sind.
In besonderer Weise gilt dies neben Lehman-Anlegern und anderen Zertifikatsgeschädigten für Anleger, die mit ihrer Bank sog. Zinssatz- und Währungsswaps eingegangen sind.
Zinssatz- und Währungsswaps zeichnen sich durch folgende Konstruktion aus. Bankkunde und Bank vereinbaren eine Wette auf die Entwicklung zweier Währungen. Es wird eine Vereinbarung zwischen Bank und Bankkunde geschlossen, nach welcher sich beide Seiten verpflichten, zu einem bestimmten, in der Zukunft liegenden Zeitpunkt für z.B. jeweils EUR 500.000 Zahlungen zu erbringen. Die Bank erbringt ihre Zahlung in Währung A und der Bankkunde seine in Währung B. Beide Zahlungen werden der jeweiligen Gegenpartei gutgeschrieben.
Zwischen Beginn des Swapgeschäfts und dessen Laufzeitende erbringen beide Parteien darüber hinaus wechselseitige Zinszahlungen entweder in fester oder variabler Höhe in den jeweiligen Währungen. Regelmäßig ist der von dem Bankkunden zu zahlende Zins niedriger als der von der Bank zu leistende Zins, so dass im Wege einer Verrechnung beider Zahlungen der Bankkunde eine Rendite in Höhe des sich ergebenden Differenzbetrages verzeichnen kann. Mehr…


