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Archiv für die Kategorie ‘Versicherung’

Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz ab 2013

3. September 2012
cc by flickr/ Ed Yourdon

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Bereits seit einiger Zeit steht fest, dass sich im kommenden Jahr ein paar Punkte im Bereich der Pflegeversicherung Ă€ndern. Die Stiftung Warentest hat nun in einer aktuellen Meldung die wichtigsten Änderungen zusammengefasst, die das sogenannte Pflege-Neuausrichtungs-Gesetz ab 1. Januar 2013 mit sich bringt.

GrundsĂ€tzlich erhalten PflegebedĂŒrftige, die an Demenz leiden, ab dem kommenden Jahr, mehr Geld. Dies entspricht zum Beispiel in Pflegestufe I 70 Euro mehr im Monat. Neben der Grundpflege und der hauswirtschaftlichen Versorgung soll die Pflegeversicherung in Zukunft auch fĂŒr Zusatzleistungen im Bereich der hĂ€uslichen Betreuung wie zum Beispiel Vorlesen oder Spazierengehen aufkommen.

Wer als PflegebedĂŒrftiger in einer selbstorganisierten Wohngemeinschaft lebt, erhĂ€lt pauschal 200 Euro im Monat um eine Fachkraft fĂŒr die Organisation zu bezahlen. GrundsĂ€tzlich soll die Einstufung in eine Pflegestufe ab nĂ€chstem Jahr schneller gehen. Die Pflegeversicherung ist dann verpflichtet, innerhalb von fĂŒnf Wochen eine Entscheidung zu treffen. FĂŒr jeden Tag, den es lĂ€nger dauert, erhĂ€lt der Versicherte zehn Euro pro Tag. Angehörige bekommen zudem das Pflegegeld auch bei Kurzzeitpflege weiter. DafĂŒr ist eine Fortsetzung der Zahlungen fĂŒr bis zu vier Wochen pro Jahr vorgesehen.

Um dies zu finanzieren, steigt der Beitrag zur gesetzlichen Pflegeversicherung von derzeit 1,95 Prozent auf 2,05 Prozent. Wer eine private Pflegetagegeldversicherung abschließt, erhĂ€lt eine staatliche Zulage von fĂŒnf Euro im Monat. Kritiker bemĂ€ngeln schon jetzt, dass mit dem Gesetz etliche wichtige Reformen nicht stattfinden und dringende Probleme ausgeklammert wurden.

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Bombensprengung in MĂŒnchen: Wer kommt fĂŒr Schaden an GebĂ€uden auf?

30. August 2012
cc by wikimedia/ Simon Aschenbrenner

cc by wikimedia/ Simon Aschenbrenner

In dieser Woche hielt eine gefundene Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg den MĂŒnchner Stadtteil Schwabing in Atem. Da der BlindgĂ€nger nicht entschĂ€rft werden konnte, musst er am Ende gesprengt werden. Zahlreiche HĂ€user wurden dabei beschĂ€digt. Nun stehen die Betroffenen und die Stadt MĂŒnchen vor der Frage, wer fĂŒr die SchĂ€den aufkommt.

Fachleute raten zunĂ€chst allen Betroffenen sich je nach Schaden an ihre Hausrat-, WohngebĂ€ude- oder Fahrzeug-Versicherung zu wenden. Viele Versicherer wĂŒrden fĂŒr solche SchĂ€den nach Explosionen aufkommen und einige wie zum Beispiel die Allianz oder die Versicherungskammer Bayern haben dies bereits angekĂŒndigt. Es kann jedoch auch sein, dass so manch ein Versicherer doch Probleme macht, denn in vielen VertrĂ€gen ist eine sogenannte Kriegsausschlussklausel enthalten.

Diese besagt, dass fĂŒr SchĂ€den in Folge eines Krieges nicht gezahlt wird. Sollte der Versicherer diese Klausel so auslegen, dass sie fĂŒr die Bombe in MĂŒnchen gilt, könnte es fĂŒr Betroffene schwierig werden. Generell sollte man die SchĂ€den schnellstmöglich dokumentieren, sie melden und mögliche AnsprĂŒche klĂ€ren. Die Stadt MĂŒnchen selbst streitet sich immer noch ĂŒber die ZustĂ€ndigkeit fĂŒr die SchĂ€den, BĂŒrgermeister Christian Ude hat jedoch bereits Schadenersatz fĂŒr alle Betroffenen angekĂŒndigt.

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Rechtsschutzversicherung: Freie Anwaltswahl

28. August 2012
cc by flickr/ stvcr

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Die Rechtsschutzversicherung gehört fĂŒr die meisten zu den wichtigsten Policen ĂŒberhaupt. Ihre Bedeutung steigt derzeit mit der wachsenden Anzahl an Rechtsstreitigkeiten. Doch darf meine Versicherung mir im Falle eines Rechtsstreits einen bestimmten Anwalt vorschreiben?

Ein solcher Fall wurde vor dem Oberlandesgericht Bamberg verhandelt. Geklagt hatte die Rechtsanwaltskammer MĂŒnchen, die durch einige Versicherer das Recht auf die freie Anwaltswahl bedroht sah. Die Richter entschieden am Ende im Sinne der KlĂ€ger und stellten sich damit gegen die Entscheidung der Vorinstanz.

Ein Versicherer darf demnach nicht darĂŒber bestimmen, zu welchem Anwalt die Versicherten gehen. Dies ist auch der Fall, wenn der frei gewĂ€hlte Anwalt eine höhere Selbstbeteiligung verlangt als ein anderer, den die Versicherung vielleicht lieber hĂ€tte.

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Urlaub: Extra Reisehaftpflicht nicht nötig!

17. August 2012
cc by wikimedia/ Carabaopower

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Wir Deutschen neigen ja gerne mal dazu, dass wir uns aus Angst vor potentiellen SchĂ€den ĂŒberversichern. Dies ist im Urlaub nicht anders. Die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz weist jedoch darauf hin, dass man vor dem Abschluss von speziellen Versicherungen fĂŒr die Reise erst einmal seinen bereits vorhandenen Versicherungsschutz ĂŒberprĂŒfen sollte.

So sei zum Beispiel eine Reisehaftpflichtversicherung fĂŒr einen Urlaub nicht nötig, denn eine regulĂ€re private Haftpflichtversicherung gelte weltweit. Dies sei auch bei der Unfallversicherung der Fall. Am besten schließt man von Anfang an eine private Unfallversicherung ab, die einen in allen Lebenslagen, eben auch im Urlaub, schĂŒtzt.

Anders sieht die Sache im Bereich der Krankenversicherung aus: Hier sollte man sich im Vorfeld erkundigen, ob die gesetzliche Krankenkasse im Urlaubsland auch greift und vor allem welche Leistungen abgedeckt sind. Dies gilt zum Beispiel fĂŒr Behandlungskosten in vielen europĂ€ischen LĂ€ndern. FĂ€llt das Urlaubsland nicht in diesen Bereich ist eine Auslandsreise-Krankenversicherung fast schon ein Muss. Zudem empfehlen die Experten Privatversicherten eine Reisekrankenversicherung, da bei vielen normalen privaten Krankenversicherungen zum Beispiel der medizinisch notwendige RĂŒcktransport nicht abgedeckt ist.

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Auslandsreise-Krankenversicherung: Bei Àlteren Kindern Police kontrollieren!

13. August 2012
cc by wikimedia/ Carabaopower

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Wer in den wohlverdienten Familienurlaub fĂ€hrt, der möchte natĂŒrlich diese schönen Tage im Jahr genießen. Blöd nur, wenn dabei ein Unfall passiert oder ein Familienmitglied krank wird. Je nachdem in welchem Land man ist, benötigt man eine spezielle Auslandsreise-Krankenversicherung, denn Krankenhausaufenthalte im Ausland, Medikamente oder auch ein RĂŒcktransport nach Deutschland können ganz schön ins Geld gehen!

Eltern, die mit ihren Ă€lteren Kindern in den Urlaub fahren, sollten unbedingt die Police der Auslandsreise-Krankenversicherung genau ĂŒberprĂŒfen, denn bei einigen sind volljĂ€hrige Kinder nicht mehr ĂŒber die Familienpolice mitversichert! Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin.

Die Bedingungen sind von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich, was eben auch auf das Alter der mitversicherten Kinder zutrifft. Bei einigen Versicherern fallen Kinder bereits ab einem Alter von 17 Jahren aus dem Schutz, bei anderen reicht dieser bis zum einem Alter von 24 Jahren. Ist das Kind nicht mehr ĂŒber die Familienpolice geschĂŒtzt, so muss man fĂŒr es eine extra Police abschließen, was jedoch in der Regel unter zehn Euro im Jahr kostet. Es wĂ€re sehr Ă€rgerlich, wenn man aufgrund dieses kleinen Betrags hohe Kosten im Krankheitsfall riskiert!

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