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Archiv für die Kategorie ‘Banken’

Schlechter Anlageberater – Finanzierende Bank muss nicht haften

27. Februar 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Wer einen Anlageberater aufsucht, sollte diesem bekanntermaßen nicht blind vertrauen, sondern sich selbst zu bestimmten Angeboten und Anlageformen informieren. Wem von einem Vermögensberater zu einer schlechten Kapitalanlage geraten wurde, der wird am Ende womöglich mit seinem Verlust alleine gelassen, denn die finanzierende Bank muss laut einem Urteil des Oberlandesgerichts Hamm nicht haften.

In dem konkreten Fall ging es um einen Profisportler, der von seiner Anlageberaterin einen kreditfinanzierten Erwerb von Immobilien vermittelt bekam. Auf diese Weise versprach sie ihm Steuerersparnisse. Die Beraterin sorgte dafĂŒr, dass dem Mann ein Kredit bei einem Geldinstitut gewĂ€hrt wurde. Das Geld floss in Immobilien.

Die Kapitalanlageberaterin musste jedoch Insolvenz anmelden und der Mann konnte die Immobilien nur zu einem geringen Preis verĂ€ußern, der seine Darlehensverbindlichkeiten nicht abdeckte. Er zog daraufhin vor Gericht und wollte erreichen, dass die Bank ihm aufgrund der Falschberatung den restlichen Darlehensbetrag erlĂ€sst. Sie trage eine Mitschuld an dem unwirtschaftlichen GeschĂ€ft.

Das Gericht sah dies auch in zweiter Instanz anders: Der Bank könne man unter diesen UmstĂ€nden keine falsche Beratung vorwerfen, da sie nur den Kredit gestellt hatte und nicht selbst beratend tĂ€tig geworden war. Zudem habe das Kreditinstitut das Anlageobjekt weder verĂ€ußert noch betrieben.

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Kontaktloses Bezahlen mit ec-Karte: Sparkassen-Test erfolgreich

23. Februar 2013
cc by wikimedia/ Allegutennamen

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Im vergangenen Jahr hatten wir berichtet, dass die Sparkasse im Großraum Hannover ein Pilotprojekt zum kontaktlosen Zahlen mit ec- und Kreditkarten gestartet hat. Seit 2012 hatten Kunden die Möglichkeit die neue Form des bargeldlosen Bezahlens bei teilnehmenden HĂ€ndlern zu testen. Die aktuelle Bilanz dieses Tests fiel durchaus positiv aus.

1,2 Millionen Karten wurden im Rahmen des Politprojekts an Kunden der Sparkassen im Großraum Hannover verschickt. Diese sind mit der sogenannten NFC-Technologie ausgestattet, wodurch die entsprechenden Zahlungsdaten per Funk verschlĂŒsselt an das LesegerĂ€t ĂŒbertragen werden. Man muss beim Zahlen also die Karte nur noch kurz vor das GerĂ€t halten und sie nicht mehr hindurchziehen. Acht GroßhĂ€ndler und 50 EinzelhĂ€ndler mit 400 Filialen machten dies den Kunden möglich und das Ganze wurde wohl gut angenommen.

Diese Form des kontaktlosen Bezahlens funktioniert ĂŒber ein Guthaben, das bis zu 200 Euro aufgeladen werden kann. Möglich ist es bei kleineren BetrĂ€gen unter 20 Euro, bei höheren Summen greift die bisherige Methode mit PIN oder Unterschrift. Ähnlich handhaben dies auch die Kreditkartenanbieter Visa und Mastercard. Visas „Paywave“ wird weltweit bei teilnehmenden Partnern ermöglicht. Die Zahlung ist bis zu einer Summe von 25 Euro möglich, genauso wie bei „Paypass“ von Mastercard, bei dem kein zusĂ€tzliches Aufladen notwendig ist.

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Kosten fĂŒr zweiten Kontoauszug haben Grenzen

22. Februar 2013
cc by flickr/ micora

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FĂŒr das Erstellen von KontoauszĂŒgen an sich dĂŒrfen Banken keine GebĂŒhren verlangen. Verlegt ein Kunde jedoch den Kontoauszug und fordert nun von der Bank ein Duplikat, haben Geldinstitute die Möglichkeit auf diese Arbeit GebĂŒhren zu erheben. Der Verbraucherzentrale Bundesverband hatte sich bereits im vergangenen Jahr gegen zu hohe GebĂŒhren gewehrt. Nun bekamen die VerbraucherschĂŒtzer auch in einem anderen Fall vor dem Oberlandesgericht Frankfurt Recht.

Konkret hatte dabei die Commerzbank fĂŒr die Erstellung eines zweiten Kontoauszugs 15 Euro verlangt. Die VerbraucherschĂŒtzer und auch die Richter hielten diesen Betrag fĂŒr nicht angemessen.Eine Bank dĂŒrfe ein Entgelt fĂŒr die Erstellung solcher Duplikate verlangen, jedoch mĂŒssten sich diese an den tatsĂ€chlichen Kosten orientieren und dienten nicht dazu, Gewinn zu machen. Noch kann die Commerzbank in Revision gehen.

Bereits im vergangenen Jahr war der Verbraucherzentrale Bundesverband aus gleichen Grund gegen die Sparkasse Paderborn vor Gericht gezogen. Das Landgericht Dortmund erklĂ€rte auch hier die GebĂŒhren fĂŒr zu hoch, da das Geldinstitut nicht nur die Kosten fĂŒr die eigentliche Arbeit in das Entgelt eingerechnet hatte, sondern auch anteilig Zahlungen fĂŒr unter anderem GebĂ€udekosten, Werbeausgaben etc.

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Trojaner auf Sparkassen-Website

21. Februar 2013
cc by flickr/ pcsiteuk

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Zahlreiche Kunden bzw. mögliche Kunden der Sparkasse könnten sich zu Beginn dieser Woche einen Trojaner eingefangen haben. Betroffen könnten rund 30.000 Personen sein, die am Montag, den 18. Februar 2013, auf der Website der Sparkasse unterwegs waren. IT-Experten hatten die gefĂ€hrlichen Trojaner jedoch offenbar frĂŒhzeitig erkannt und die Seite vom Netz genommen.

Konkret war von dem Virenbefall die Website sparkasse.de, auf der das Geldinstitut seine aktuellen Angebote bewirbt. Zu der entsprechenden Zeit hÀtten rund 30.000 Menschen die Seite besucht. Diejenigen von ihnen, die keinen aktuellen oder aktiven Virenscanner auf ihrem Computer haben, könnten sich die Schadsoftware eingefangen haben.

Experten raten besagten Kunden dringend ein Virenschutzprogramm durchlaufen zu lassen und den möglichen Trojaner auf dem Rechner zu beseitigen. Es mĂŒssen sich jedoch offenbar nicht alle Kunden der Sparkasse automatisch Sorgen machen. Einzelne Bank-Filialen und Online-Banking-Angebote seien nicht betroffen. Ebenso habe man keine Angriffe auf Homebanking-Programme beobachten können.

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BaFin: Vorerst keine Testkunden bei Banken!

13. Februar 2013
cc by flickr/ IRS EIN

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Ende 2010 hatte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner im Zuge der Finanzkrise angeregt, dass die staatliche Finanzaufsicht BaFin verdeckte Testkunden in BankberatungsgesprĂ€che schicken könnte um mögliche MĂ€ngel aufzudecken und die Beratungen besser kontrollieren zu können. VerbraucherschĂŒtzer sprachen sich immer wieder fĂŒr diese Idee aus, doch nun hat das Bundesfinanzministerium die Umsetzung gestoppt.

Als Grund gab man datenschutzrechtliche Bedenken an, denn fĂŒr Testkunden der BaFin gĂ€be es keine ausreichende Gesetzesgrundlage. Dadurch bestehe die Möglichkeit, dass die Grundrechte sowie die Rechte auf Datenschutz und informationelle Selbstbestimmung der Bankangestellten gefĂ€hrdet seien.

Man wolle erst die Wirkung des neu eingefĂŒhrten Beraterregisters abwarten. Seit vergangenem November mĂŒssen alle Bankberater bei der BaFin registriert werden. Dabei werden auch Beschwerden von Kunden vermerkt, jedoch zunĂ€chst nicht, um was es in den Beschwerden ging. Erst wenn sich diese hĂ€ufen, geht die Bundesfinanzaufsicht dem nach. VerbraucherschĂŒtzer kritisierten das vorlĂ€ufige Aus der BaFin-Testkunden, denn ohne diese sei es fast unmöglich Falschberatungen zu erkennen.

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