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Archiv für die Kategorie ‘Schulden’

P-Konto: Pfändungsfreigrenzen steigen

10. April 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Immer mehr Deutsche sind √ľberschuldet und haben daher bei ihrer Bank ein sogenanntes P-Konto. Dieses soll sicherstellen, dass einem trotz Pf√§ndungen ein gewisser Betrag jeden Monat zum Leben bleibt. Vor zwei Jahren wurden die Pf√§ndungsfreigrenzen das letzte Mal angehoben. Nun wurde endlich eine aktuellere Anpassung beschlossen.

Ab Juli 2013 steigt die Grenze f√ľr Alleinstehende auf 1.045,04 Euro pro Monat an. F√ľr einen Unterhaltsgl√§ubiger kommen 393,30 Euro hinzu, f√ľr einen zus√§tzlichen zweiten bis f√ľnften 219,12 Euro. Auf diese Weise sollen auch Unterhaltszahlungen in einem gewissen Rahmen weiterhin gesichert sein.

Die Anpassung der Pf√§ndungsfreigrenzen auf dem P-Konto richtet sich nach der Entwicklung des steuerlichen Freibetrags. Der Grundfreibetrag wurde um 1,57 Prozent angehoben. Die neuen Grenzen beim P-Konto erh√∂hen nat√ľrlich auch die gesicherten Betr√§ge.

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√úberschuldung: Arbeitslosigkeit und unwirtschaftliches Verhalten

24. Januar 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Laut neuen Zahlen des Statistischen Bundesamtes war Arbeitslosigkeit im Jahr 2011 der Hauptgrund daf√ľr, dass Privatpersonen mit Schulden zu k√§mpfen hatten. Gro√üe Sorgen macht Experten jedoch auch, dass besonders viele junge Menschen unwirtschaftlich Handeln und deutlich √ľber ihre Verh√§ltnisse leben. Meist liege dies daran, dass diese bereits als Kinder nicht den richtigen Umgang mit Geld gelernt h√§tten.

27 Prozent aller Menschen, die im Jahr 2011 eine Schuldnerberatungsstelle aufgesucht haben, waren in diese Situation aufgrund von dem Verlust des Arbeitsplatzes geraten. Bei 14 Prozent sei dies auf eine Trennung, Scheidung oder den Tod des Partners zur√ľckzuf√ľhren. Zw√∂lf Prozent nannten Sucht, Erkrankung oder einen Unfall als Grund, elf Prozent unwirtschaftliche Haushaltsf√ľhrung und acht Prozent eine gescheiterte Selbstst√§ndigkeit.

Acht Prozent aller, die sich an eine Schuldnerberatung wenden mussten, waren noch keine 25 Jahre alt. Hier war mit 29 Prozent ebenfalls Arbeitslosigkeit der Hauptausl√∂ser, aber auch f√ľr ganze 21 Prozent unwirtschaftliche Haushaltsf√ľhrung. So h√§tten junge Menschen sogar deutlich h√§ufiger Schulden bei zum Beispiel Telefonanbietern als bei Geldinstituten!

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Schulden: Unbedingt aktiv werden und bleiben!

19. Oktober 2012
cc by flickr/ matze_ott

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Immer mehr Privatleute in Deutschland haben mit Schulden zu k√§mpfen. Diese werden meist dadurch zu einem schwerwiegenden Problem, weil sich die Betroffenen in vielen F√§llen nicht genug darum k√ľmmern. So verschwinden Mahnungen und sonstige Schreiben zum Teil unge√∂ffnet in einer Schublade, Bescheide werden nicht ausreichend hinterfragt und der Kontakt mit den Gl√§ubigern wird gar nicht erst aufgenommen.

Doch genau diese Punkte sollte man von Anfang an vermeiden: Zun√§chst ist es wichtig, sich einen genauen √úberblick √ľber die eigenen Schulden zu verschaffen. Dabei sortiert man die einzelnen Rechnungen, Mahnungen und Bu√ügeldbescheide nach der H√∂he der Forderung und nach der Wichtigkeit des Gl√§ubigers.

Zudem sollte man auch alle Bescheide genau kontrollieren. Findet man dabei Unstimmigkeiten, kann man innerhalb einer bestimmten Frist Widerspruch einlegen und so womöglich unnötige zusätzliche Schulden vermeiden. Der Kontakt zu den Gläubigern ist ein weiterer wichtiger Punkt: Hat man zum Beispiel etwas Geld gespart, lassen sich viele auf Raten- oder sogar Teilzahlungen ein. In manchen Fällen geben sich Gläubiger bereits mit 30 oder 50 Prozent der Forderung zufrieden. Dabei sollte man unbedingt die eigene Lage schildern, zum Beispiel Arbeitslosengeld-Bescheide vorlegen, und dabei seinen guten Willen zeigen.

Das soll nat√ľrlich nicht hei√üen, dass Schulden leicht aus der Welt zu schaffen sind, jedoch wenn man den Kopf nicht in den Sand steckt, l√§uft man in der Regel nicht Gefahr, dass einen die Last irgendwann erdr√ľckt. Hilfe finden Betroffene zum Beispiel bei den Schulderberatungsstellen der Caritas oder der Verbraucherzentralen.

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Kritik von Verbrauchersch√ľtzern: Schufa versteckt kostenlose Auskunft auf Website

5. September 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Eigentlich hat jeder Bundesb√ľrger das Recht, einmal im Jahr eine kostenlose Schufa-Auskunft zu verlangen um einen √úberblick √ľber die pers√∂nlichen gespeicherten Daten zu bekommen. Den meisten, die dieses Recht bisher online in Anspruch nehmen wollten, d√ľrfte dies jedoch gar nicht so leicht gefallen sein, denn die Schufa hat das kostenlose Auskunftsformular wirklich sehr gut versteckt.

Daher gingen bei den Verbraucherzentralen etliche Beschwerden ein, da die Schufa einen vor allem zum kostenpflichtigen Angebot lenkt, das immerhin fast 20 Euro kostet. Die Verbraucherzentrale Sachsen hat hier nun das Wort ergriffen und fordert von der Schufa eine sofortige √Ąnderung der Website. Alle, die zu viel bei der Schufa bezahlt haben, sollten sich beim Ombudsmann beschweren.

Jeder Verbraucher sollte regelm√§√üig seine bei der Schufa gespeicherten Daten √ľberpr√ľfen, denn h√§ufiger als man denkt schleichen sich dort Fehler ein. So kann es passieren, dass man trotz wei√üer Weste keinen Handyvertrag oder keinen Kredit bekommt. Wichtig ist, dass nur die sogenannte ‚ÄěDaten√ľbersicht nach ¬ß 34 Bundesdatenschutzgesetz‚Äú kostenlos ist. Diese finden Privatleute auf der Schufa-Website klein gedruckt ganz unten im Bereich ‚ÄěProdukte‚Äú. Klickt man sich dann weiter ist ein kostenpflichtiges Angebot angezeigt und daneben die kostenlose Auskunft grau dargestellt, so dass es fast so aussieht als k√∂nne man den Bestell-Button nicht anklicken. Dies ist jedoch m√∂glich! Das entsprechende Formular wird dann ausgedruckt, ausgef√ľllt und eingeschickt.

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Dispo oder Ratenkredit?

30. März 2012
cc by flickr/ Images_of_Money

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Die meisten Banken gew√§hren ihren Kunden einen Dispokredit, welcher meist bis zu einer H√∂he des ungef√§hr zweieinhalbfachen des Einkommens erlaubt wird. Einen Anspruch hat kein Kunde darauf und jede Bank handhabt den Dispo anders. F√ľr die meisten, die zum Beispiel unregelm√§√üige Einkommen haben und daher ab und an mal f√ľr kurze Zeit ins Minus rutschen, kann dies sogar sehr sinnvoll sein.

Jedoch h√§ngt so manch einer immer wieder f√ľr einen l√§ngeren Zeitraum im Dispo. Dann sollte man sich √ľberlegen, ob man nicht lieber auf einen Ratenkredit umschulden sollte. Angesichts der niedrigen Zinslage macht dies durchaus Sinn, denn die Zinsen f√ľr den Dispokredit sind ziemlich hoch.

Laut einer Untersuchung der Stiftung Warentest liegen die Dispozinsen in Deutschland derzeit bei im Schnitt 11,44 Prozent. Ein teures Vergn√ľgen auf Dauer! Der Dispo sollte also immer nur eine kurze Zwischenl√∂sung sein. Generell sehen Experten in ihm jedoch keine Schuldenfalle.

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