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Artikel Tagged ‘Tipps’

Doppelbesteuerung bei Erbschaft im Ausland!

9. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Laut aktuellen Zahlen gibt es immer mehr Deutsche, die Verm√∂gen im Ausland haben. Dabei kann es sich um das Ferienh√§uschen handeln, aber nat√ľrlich auch um Dinge wie Kapitalanlagen. Experten raten in solch einem Fall unbedingt dazu, sich rechtzeitig Gedanken √ľber sein Erbe zu machen, denn ein Erbfall im Ausland kann teuer werden!

Mit wenigen Ländern (Frankreich, Schweiz, Griechenland, Dänemark, Schweden und den USA) hat Deutschland ein sogenanntes Doppelbesteuerungsabkommen geschlossen. Wer hier etwas erbt, wird in Deutschland nicht noch einmal zur Kasse gebeten. In Ländern, mit denen ein Abkommen jedoch nicht besteht, kann es passieren, dass der deutsche Fiskus die im Ausland bereits gezahlte Erbschaftssteuer nicht anerkennt und daher noch einmal die Hand aufhält.

Wer also Verm√∂gen im Ausland besitzt, egal in welcher Form, sollte sich fr√ľhzeitig √ľber die entsprechenden Bedingungen erkundigen und gegebenenfalls handeln. Eine Schenkung zu Lebzeiten w√§re eine M√∂glichkeit oder das Kapital umzuschichten.

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Altersvorsorge: Schadenersatz nach Falschberatung

4. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Viele Bankkunden sind von den Empfehlungen ihres Beraters abhängig. Dass solche Beratungen auch schon einmal nach hinten losgehen können, ist bekannt. Besonders schlimm ist es jedoch, wenn man bei solch einer wichtigen Anlageform wie der Altersvorsorge Geld verliert. Das Oberlandesgericht Oldenburg hat nun entschieden, dass in solch einem Fall der Berater zu einer Schadenersatzzahlung verpflichtet werden kann.

Konkret hatte ein Anlageberater, der nebenberuflich f√ľr einen Finanzdienstleister arbeitete, einem Mann im Jahr 1995 empfohlen, sich als atypischer stiller Gesellschafter an einer Verm√∂gensanlagen GmbH zu beteiligen. Hier wird man jedoch auch am Verlust der Gesellschaft beteiligt und kann dies steuerlich geltend machen. Eine M√∂glichkeit ist also ein Totalverlust seines eingesetzten Kapitals!

In dem verhandelten Fall wollte der Anleger sein Geld f√ľr die Altersvorsorge einsetzen und konnte dies auch durch Zeugen belegen. Hier reichte in den Augen des Gerichts die Beratung nicht aus und der Anlageberater wurde zu einer Schadenersatzzahlung von √ľber 13.000 Euro verurteilt.

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√Ėkotest: Bundesanleihen schneiden besser als Lebensversicherungen ab

2. September 2013
cc by flickr/ Images_of_Money

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Lange Zeit war die Lebensversicherung eine der liebsten Anlage- und Absicherungsformen der Deutschen. Doch in letzter Zeit gibt es in diesem Bereich immer mehr Probleme. ‚Äě√Ėkotest‚Äú hat nun langfristig Lebensversicherungen mit Bundesanleihen verglichen und kommt dabei zu dem Ergebnis, dass die Versicherungen bereits lange vor der Finanzkrise hinter den Sparpl√§nen mit Bundesanleihen fielen.

In den vergangenen Jahrzehnten sind die Zinsen aus Lebensversicherungen deutlich niedriger ausgefallen als bei Sparpl√§nen mit Bundesanleihen. Verbraucher h√§tten laut ‚Äě√Ėkotest‚Äú auf 1,23 bis 2,35 Prozent Zinsen verzichten m√ľssen. Die Policen h√§tten im Schnitt zwischen 3,10 und 4,49 Prozent pro Jahr gebracht, w√§hrend Schatzbriefe eine Rendite von 4,33 bis 6,73 Prozent abwarfen.

Die Untersuchung st√ľtzt sich auf die Analyse von 76 abgelaufenen Kapitallebensversicherungen und sieben Rentenversicherungen, die zwischen 1963 und 2001 abgeschlossen wurden. Auch wenn die Lebensversicherungen aktuell unter der Niedrigzinsphase leiden, habe fr√ľher bereits ein Problem in hohen Kosten, vor allem in den 1960er und 70er Jahren, bestanden. Gleichzeitig muss man nat√ľrlich sagen, dass aufgrund der niedrigen Zinsen auch Bundesanleihen aktuell nicht besonders viel Rendite bringen…

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Warteschleifen: Viele Anbieter rechnen falsch ab!

31. August 2013
cc by flickr/ stefan.eissing

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Seit wenigen Monaten m√ľssen Warteschleifen bei Service-Nummern kostenlos sein. Verbrauchersch√ľtzer haben bereits bem√§ngelt, dass viele Anbieter immer noch tricksen oder falsch abrechnen. Dies best√§tigt nun auch eine Untersuchung der Gr√ľnen, deren Ergebnisse dem ‚ÄěTagesspiegel‚Äú vorliegen.

Darin heißt es, dass von 45 getesteten Hotlines 18 Verbrauchern höhere Kosten in Rechnung gestellt hätten als erlaubt ist. Dies bedeutet, dass 40 Prozent der Abrechnungen falsch sind! Am schlimmsten sei die Lage bei 0900-Servicenummern. Hier lag die Fehlerquote bei 50 Prozent.

Nach Sch√§tzungen der Gr√ľnen zahlen Verbraucher in Deutschland auf diese Weise im Jahr 25 Millionen Euro zu viel. Wie bereits berichtet, geht die Bundesnetzagentur bereits gegen ein paar Unternehmen vor. Dies sei jedoch im Vergleich zu der Anzahl der Falschabrechnungen immer noch zu wenig.

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Hausapotheke nicht steuerlich absetzbar

30. August 2013
cc by wikimedia/ W√ľrfel

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Wer im Krankheitsfall wichtige Medikamente vom Arzt oder auch von einem Heilpraktiker verschrieben bekommt, kann die zus√§tzlich entstandenen Kosten daf√ľr steuerlich geltend machen. Dies gilt jedoch nicht f√ľr Medikamente, die man sich f√ľr die Hausapotheke vorbeugend kauft, wie das Finanzgericht Rheinland-Pfalz entschied.

In dem konkreten Fall hatte ein Ehepaar in seiner Einkommenssteuererkl√§rung f√ľr 2010 als au√üergew√∂hnliche Belastung Aufwendungen f√ľr Medikamente in H√∂he von 1.418,03 Euro angegeben. Als Begr√ľndung nannten sie daf√ľr die Tatsache, dass viele Arzneimittel seit der Gesundheitsreform nicht mehr verschrieben w√ľrden, obwohl sie wichtig seien, wie zum Beispiel vorbeugende Schmerz- oder Grippemittel.

Das Gericht sah es am Ende jedoch wie das Finanzamt: Solange man f√ľr Medikamente keine √§rztliche Verordnung vorlegen kann, werden die Kosten nicht steuerlich anerkannt. Man muss also nachweisen, dass man sie aus wichtigen Gr√ľnden verschrieben bekommen hat oder dringend einnehmen muss, was f√ľr die normale Hausapotheke normalerweise nicht gilt.

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