Armutsgefährdung in Deutschland steigt an

3. September 2010

Im Jahr 2009 waren laut dem Statistischen Bundesamt ganze 14,6% der Deutschen von Armut bedroht. Dies waren 0,2 Prozentpunkte mehr als im Vorjahr. Experten befürchten jedoch, dass diese Tendenz in den nächsten Jahren immer weiter ansteigen wird.

Dabei stuften die Statistiker alle Bundesbürger als „armutsgefährdet“ ein, die von weniger als 60% des mittleren Einkommens leben müssen: Bei Alleinstehenden entspricht dies derzeit 801 Euro monatlich, bei Familien mit zwei Kindern 1.683 Euro.

Deutlich ist bei diesen Zahlen auch ein Unterschied zwischen alten und neuen Bundesländern: Im letzten Jahr war in den neuen Ländern und Berlin knapp jeder Fünfte von Armut bedroht, in den alten Ländern lag dieser Wert lediglich bei 13%.

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Studie: Immer mehr Menschen nutzen das Internet für Finanzfragen

2. September 2010

Bei den meisten Studien zum Thema Online-Banking und Co. wurden bisher nur die Anzahl der Vertragsabschlüsse und eigentliche Nutzung berücksichtigt. Eine neue Studie, die gemeinsam von Deutscher Bank Research, der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) und Google durchgeführt wurde, berücksichtigt dabei nun auch das Internet als Informationsquelle.

Demnach nutzen immer mehr Menschen das Internet für alle Fragen rund um das Thema Finanzen. In den letzten fünf Jahren sei der Anteil des Online-Kanals bei Neugeschäften um 60% in die Höhe geschossen. Jeder zweite Deutsche informiert sich vor einem Neuabschluss im Internet.

Im vergangenen Jahr wurden 11% aller Finanzverträge online abgeschlossen, 80% beim Bankberater in der Filiale selbst und der kleine Rest schriftlich oder telefonisch. Experten gehen jedoch davon aus, dass die Online-Verträge in den nächsten Jahren zunehmen werden.

Vor allem in Sachen Informationen ist das Internet für die meisten Menschen unverzichtbar. Noch nie hatten die Menschen die Möglichkeit selbst solche umfassenden Recherchen zu Finanzfragen anzustellen. Dies ist eindeutig ein Schritt in die richtige Richtung, so dass Kunden den Beratern nicht immer blind vertrauen müssen.

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4% aufs Tagesgeld – Wie seriös ist das Angebot der Advanzia Bank?

1. September 2010

Momentan lockt die luxemburgische Advanzia Bank mit einem auf den ersten Blick mehr als verlockenden Angebot: Ganze 4% Zinsen wollen sie auf das Tagesgeld den Kunden gewähren. Fast schon zu schön um wahr zu sein, denn die Zinsen bei anderen Angeboten sind aktuell gerade einmal halb so hoch. Wie seriös ist dieses Angebot also?

Ein Blick ins Kleingedruckte sagt schnell alles: Die 4% Zinsen werden den Neukunden nur vom 1. bis zum 30. September 2010 gewährt, das heißt von den hohen Zinsen hat man kaum etwas, da man in diesem Zeitraum das Konto eröffnen muss. Wie lange die Bearbeitungszeit für den Antrag dauert wird leider nicht verraten…

Nach dem 30. September fallen die Zinsen wieder auf mehr als durchschnittliche 1,80% p.a. Dafür muss man mindestens 5.000 Euro anlegen.

In Sachen Sicherheit macht das Konto auch nicht gerade einen guten Eindruck. Onlinebanking ist gar nicht möglich, obwohl die Bank ihren Sitz in Luxemburg hat. Am Monatsende erhält man den Kontostand per E-Mail. Ihn selbst zwischendurch abfragen, kann man nicht. Überweisungen auf das Referenzkonto gehen per Onlineformular, das keinesfalls den gängigen Sicherheitsstandards entspricht.

Hilfe bekommt man nur über Telefon, jedoch belegte die Advanzia dabei im Test der Stiftung Warentest den letzten Platz in Sachen Service.

Man sollte also am besten die Finger von diesem Angebot lassen. Wer aktuell sein Tagesgeld gut anlegen möchte, sollte sich die Angebote der comdirect bank, der DAB Bank oder der Bank of Scotland näher ansehen.

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Studie: Mehr Zeit für die Familie ist wichtiger als Steuersenkungen

31. August 2010

Das Allensbach-Institut hat zum dritten Mal seinen Familienmonitor veröffentlicht. Darin wird deutlich, dass für die meisten Deutschen das höchste Gut die Familie ist und eine Unterstützung und Förderung der Familie wichtiger ist als Pläne zu Steuersenkungen und Co.

Für 78% der Befragten ist die Familie der wichtigste Lebensbereich. Jeder Zweite wünscht sich dabei eine bessere Förderung junger Familien und die Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

34% der Mütter gaben an, dass sie beides nur schlecht miteinander vereinbaren können. Die Hälfte der Teilnehmer wünscht sich eine Ganztagsbetreuung ihrer Kinder, sowie an die Arbeitszeiten angepasste Betreuungszeiten von Kindergärten und Schulen. Ein Großteil hofft zudem auf eine stärkere finanzielle Förderung. Hier ist nun also die Politik gefragt!

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Kundenbeschwerden bei privaten Banken auf Rekordstand

30. August 2010

Seit 1992 gibt es das Kunden-Beschwerdeverfahren. Hierbei kümmern sich unabhängige Ombudsleute, meist ehemalige Richter oder Beamte, um Schlichtung von Streitigkeiten zwischen Kunden und privaten Banken. Nun wurden die aktuellen Beschwerdezahlen vorgelegt, die den Banken Grund zur Sorge bieten.

Noch nie war die Anzahl der Beschwerden bei der Schlichtungsstelle der privaten Banken so hoch. Im Vergleich zum Jahr 2008 stiegen die Zahlen von 4.800 auf 6.500 Kundenbeschwerden 2009 an, eine Erhöhung um 35%!

Leider schieben die Banken dies mal wieder alleine auf die Finanzkrise und nicht auf ihre eigenen Beratungsmethoden. Laut dem Bundesverband deutscher Banken sei die Beratung besser geworden. Die Stiftung Warentest war da jedoch ganz anderer Meinung.

Kunden einer Privatbank, die eine Beschwerde vorbringen wollen, sollten den Sachverhalt schriftlich festhalten und samt Kopien der notwendigen Unterlagen an die Kundenbeschwerdestelle beim Bundesverband deutscher Banken, Postfach 040307, 10062 Berlin schicken. Ach ja, das Schlichtungsverfahren ist übrigens kostenlos.

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